Donnerstag, 31. Dezember 2009

Happy New Year 2010

Hallo liebe Hanffreunde

Ich wünsche euch ein gutes neues berauschendes Jahr 2010


Dienstag, 29. Dezember 2009

Des Cannabis süße Seite


Körpereigene, mit dem Rauschmittel THC verwandte Substanzen machen die Zunge empfindlicher für Süßes
Ein amerikanisch-japanisches Forscherteam hat möglicherweise entdeckt, warum der Konsum von Marihuana häufig mit Fressattacken einhergeht: Cannabis wirkt wie die körpereigenen cannabisähnlichen Endocannabinoide – und die intensivieren zumindest bei Mäusen den Geschmack von Süßem, indem sie die Zunge empfindlicher für süße Sinneseindrücke machen. Andere Geschmackrichtungen bleiben dagegen unbeeinflusst vom Cannabis-Effekt. Im Körper scheinen die Endocannabinoide demnach dafür zuständig zu sein, den Appetit anzukurbeln und die Nahrungsaufnahme zu erhöhen – und fungieren damit als Gegenspieler für das Satthormon Leptin, das die Intensität des süßen Geschmacks dämpft.


Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass sich Mäuse nach einer Spritze mit Endocannabinoiden an Süßem geradezu überfressen. Allerdings wurde dieser appetitfördernde Effekt bisher hauptsächlich auf die Wirkung der Substanzen im Gehirn zurückgeführt, wo sie die Steuerzentralen für die Nahrungsaufnahme beeinflussen. Ryusuke Yoshida und seine Kollegen hatten nun jedoch den Verdacht, dass auch die Zunge selbst eine Rolle spielt – schließlich wirkt auch das Satthormon Leptin, das den Appetit unterdrückt, direkt auf die Zunge ein und dämpft deren Empfindlichkeit für Süßes.

Ihre Vermutung bestätigte sich in Tests mit Mäusen: Offenbar nahmen die Nager nach einer Endocannabinoid-Dosis Süßes tatsächlich viel intensiver wahr als zuvor. Dahinter steckte eine erhöhte Empfindlichkeit der Geschmackszellen der Zunge, die wiederum auf die Aktivität eines bestimmten Rezeptors zurückzuführen war. Dieses Eiweißmolekül fungiert wie ein Schloss, in das Cannabinoide wie Schlüssel hineinpassen – sowohl die körpereigenen als auch die im Cannabis enthaltenen. Die Endocannabinoide, deren Funktion erst nach und nach entdeckt wird, spielen also eine nicht unwesentliche Rolle bei der Appetitregulation, schließen die Forscher. Folglich könnten sie sich als lohnenswerter Angriffspunkt entpuppen, um Essstörungen und Übergewicht zu bekämpfen – vorausgesetzt, die Effekte beim Menschen gleichen denen bei Mäusen.

Cannabis auf Rezept(Luxemburg)


Im November wollte der ADR-Abgeordnete Jean Colombera in zwei parlamentarischen Fragen an den Justizminister und an den Gesundheitsminister wissen, ob aufgrund des wissenschaftlich nachgewiesenen medizinischen Nutzens von Cannabis für Ärzte die Möglichkeit besteht, den Wirkstoff Dronabinol auf Rezept zu verschreiben, ohne dass der Patient eine Strafverfolgung riskiert und ohne dass der verschreibende Arzt juristisch belangt werden kann.

Dronabinol wird in der Konvention über psychotrope Substanzen aus dem Jahre 1971 in der Klasse II eingestuft. Das sind Substanzen mit einem Potenzial zum Missbrauch und eingeschränktem therapeutischen Nutzen.

Justizminister François Biltgen weist in seiner Antwort darauf hin, dass in Luxemburg kein Medikament mit dem Wirkstoff Dronabinol zugelasssen sei, da bis dato noch kein Laboratorium einen derartigen Antrag gestellt habe, so wie das im Gesetz vom 1973 über den Verkauf von Medikamenten vorgesehen sei.

Es sei jedoch möglich, dass ein in Luxemburg praktizierender Arzt ein Medikament, das diesen Wirkstoff enthält, seinen Patienten in der vorgeschriebenen Form verschreibt, vorausgesetzt, dieses Medikament ist in einem anderen EU-Land zugelassen. Der Gebrauch eines solchen individuellen ärztlichen Rezepts, das auf den Namen des Patienten ausgestellt ist, durch einen in Luxemburg zugelassen Arzt stellt kein juristisches Problem für den Patienten dar.

Das Gesetz über den Verkauf von Medikamenten bezieht sich jedoch nur auf die Substanzen, die in der großherzoglichen Verordnung von 1974 aufgelistet sind.
Aus diesem Grund könnte es sein, dass der Arzt mit strafrechtlichen Konsequenzen wegen der Einfuhr solcher Medikamente, die nicht in dieser Verordnung erwähnt sind, rechnen muss.

Marihuana-Pizza auf ärztliches Rezept

High statt Haute Cuisine: In einem Restaurant in Denver werden Speisen mit Marihuana gewürzt. Gäste brauchen eine ärztliche Genehmigung.

Vom Salat bis zum verführerischen Angebot an süssen Teigwaren wie Chocolate Peanut Butter Cookies – das Angebot an der Theke von Ganja Gourmet sorgt für die Qual der Wahl. Und einen schlankeren Geldbeutel. Denn die mit Marihuana angereicherten Leckerbissen haben ihren Preis. Eine ganze Pizza kostet beispielsweise 89 Dollar. Und dies völlig gesetzeskonform: Im US-Bundesstaat Colorado ist der Konsum und Vertrieb von medizinischem Marihuana legal. Die enthaltenen Cannabinoide sorgen für Linderung bei Beschwerden wie chronischen Schmerzen, Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates, Multipler Sklerose, Arthritis, Depression, Übelkeit und Erbrechen. Darum darf sich nur an den Leckereien von Ganja Gourmet laben, wer eine ärztliche Verordnung vorweisen kann. Gemäss den Cannabis-Köchen dauert es zwischen 20 Minuten und zwei Stunden, bis die Speisen wirken. Um zu verhindern, dass Gäste sich überessen, weil sie glauben, die Wirkung sei nicht zu spüren, gibt es bei Ganja zeitliche Auflagen: Auch wenn eine Überdosis unwahrscheinlich ist, müssen zwischen dem Genuss zweier Gerichte mindestens 45 Minuten liegen.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Marihuana auch für minderjährige Patienten


Das israelische Gesundheitsministerium genehmigt zunehmend die medizinische Verabreichung von Cannabis-Produkten. Nun hat es einem Gesuch des RAMBAM-Krankenhauses in Haifa stattgegeben und erlaubt, dass einem 14jährigen
Mädchen mit Blutkrebs Gras zur Linderung der schweren Nebenwirkungen ihrer Chemotherapie (Schmerzen und Appetitverlust) verabreicht wird.

Im Krankenhaus hat man bereits damit begonnen, der jungen Patientin Joints zum Rauchen zu geben. Das Rauchen sei für Kinder zwar grundsätzlich problematisch, heißt es dort; der Zustand des Mädchens habe sich aber dadurch bereits
verbessert.

Eine Ärztin der zuständigen Abteilung teilte mit, man suche nach Wegen, das Marihuana auf andere Weise verabreichen zu können.

Gegenwärtig erhalten in Israel etwa 800 Patienten medizinisches Gras. Weniger als zehn von ihnen sind jedoch unter 18.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Cannabis fördert Lust auf Süßes

Cannabis beeinflusst den Geschmackssinn direkt auf der Zunge

Ein amerikanisch-japanisches Forscherteam hat eine neue Theorie, warum der Konsum von Marihuana häufig Fressattacken hervorruft: Cannabis wirkt wie die körpereigenen cannabisähnlichen Endocannabinoide. Sie intensivieren den Geschmack von Süßem, indem sie die Zunge empfindlicher gegenüber diesem Sinneseindruck machen. Andere Geschmacksrichtungen bleiben dagegen unbeeinflusst vom Cannabis-Effekt. Zumindest bei Versuchsmäusen konnten die Forscher diese Effekte beobachten.

Im Körper scheinen die Endocannabinoide demnach dafür zuständig zu sein, den Appetit anzukurbeln und die Nahrungsaufnahme zu erhöhen – und fungieren damit als Gegenspieler für das Satthormon Leptin, das die Intensität des süßen Geschmacks dämpft. Über ihre Arbeit berichtet das Team um Ryusuke Yoshida von der Kyushu-Universität in Fukuoka im Fachmagazin PNAS.

Wirkung im Gehirn und auf der Zunge

Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass sich Mäuse nach einer Spritze mit Endocannabinoiden an Süßem geradezu überfressen. Allerdings wurde dieser appetitfördernde Effekt bisher hauptsächlich auf die Wirkung der Substanzen im Gehirn zurückgeführt, wo sie die Steuerzentralen für die Nahrungsaufnahme beeinflussen. Yoshida und seine Kollegen hatten jedoch den Verdacht, dass auch die Zunge selbst eine Rolle spielt – schließlich wirkt auch das Satthormon Leptin, das den Appetit unterdrückt, direkt auf die Zunge ein und dämpft deren Empfindlichkeit für Süßes.

Ihre Vermutung bestätigte sich in Tests mit Mäusen: Offenbar nahmen die Nager nach einer Endocannabinoid-Dosis Süßes tatsächlich viel intensiver wahr als zuvor. Dahinter steckte eine erhöhte Empfindlichkeit der Geschmackszellen der Zunge, die wiederum auf die Aktivität eines bestimmten Rezeptors zurückzuführen war. Dieses Eiweißmolekül fungiert wie ein Schloss, in das Cannabinoide wie Schlüssel hineinpassen – sowohl die körpereigenen als auch die im Cannabis enthaltenen. Die Endocannabinoide, deren Funktion erst nach und nach entdeckt wird, spielen also eine nicht unwesentliche Rolle bei der Appetitregulation, schließen die Forscher. Folglich könnten sie sich als lohnender Angriffspunkt entpuppen, um Essstörungen und Übergewicht zu bekämpfen – vorausgesetzt, die Effekte beim Menschen gleichen denen bei Mäusen.

Montag, 21. Dezember 2009

Gesundheitsminister: Zulassung von Cannabis als Medikament wird geprüft


Nach Presseberichten plant Gesundheitsminister Philipp Rösler, den Zugang zur medizinischen Verwendung von Cannabis zu erleichtern. Da in der Meldung davon die Rede ist, dass im neuen Jahr Studien zeigen sollen, "für welche Patienten Cannabis sinnvoll ist", ist davon auszugehen, dass damit die vom deutschen Unternehmen Bionorica Ethics angestrebte Zulassung von Dronabinol und möglicherweise die Zulassung von Sativex, dem Präparat des britischen Unternehmens GW Pharmaceuticals, gemeint sind. Der Kölner Express berichtete am 18. Dezember unter dem Titel "Haschisch auf Rezept: Gesundheitsminister: Zulassung als Medikament wird geprüft" wie folgt:

"Bald darf einfacher als bisher auf Rezept 'gekifft' werden. Die Bundesregierung plant, den Zugang zu Cannabis als Medikament zu vereinfachen. Also kein Weihnachtsgeschenk für fröhliche Rauschebärte. Es geht um Hasch als Medizin. Geprüft wird auch, ob die Kassen künftig für die Therapie zahlen.
Der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses diesen Plan vorgestellt. Ein Sprecher Röslers bestätigte gestern Abend: 'Die rein medizinische Anwendung von Cannabis wird im Interesse der Kranken geprüft.' Zurzeit ist der Besitz, der Handel und der Konsum von Cannabis in Deutschland verboten. Einzige Ausnahme: Das Medikament Dronabinol kann seit 1998 verordnet werden. Das ist aufwändig und teuer.
Im neuen Jahr sollen Studien zeigen, für welche Patienten Cannabis sinnvoll ist. Christine Aschenberg-Dugnus, Expertin für Sucht– und Drogenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, zum EXPRESS: 'Cannabis als Medizin kann Schwerkranken Lebensqualität zurückgeben. Denn Cannabis hat eine eindeutig schmerzlindernde Wirkung. Bei der Frage des Gebrauchs von Cannabis als Medikament muss deshalb Rechtsklarheit für Patienten und Ärzte durch eine verbesserte Datenlage geschaffen werden.'
Auch aus der Union kommt Zustimmung. Willi Zylajew, CDU-Gesundheitspolitiker aus Hürth: 'Wir dürfen uns nicht als Oberärzte aufspielen. Wie bei Morphium muss auch die Behandlung mit Cannabis möglich sein, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Das betrifft auch die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.'
Der Kölner SPD-Politiker Karl Lauterbach: 'Gerade für Patienten mit chronischen Schmerzen sind in den USA gute Erfahrungen gemacht worden.' 'Allerdings', so Lauterbach, 'darf die Indikation nur durch Spezialisten erfolgen. Das Missbrauchspotenzial wäre sonst zu hoch.'"

"Wie ist die medizinische Wirkung?
'Es gibt drei große Bereiche, in denen der Cannabis-Wirkstoff THC bisher vor allem in Kanada, in den USA und Großbritannien angewendet wird', so Dr. Franjo Grotenhermen, Vorstand der 'Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin'. 1. Bei chronischen Schmerzen wirkt es lindernd. 2. Bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose wirkt es krampflösend, anti-epileptisch. 3. Es lindert Nebenwirkungen in der Krebs- oder Aidstherapie. Dort bekämpft es etwa Übelkeit, Kopfweh, Appetitlosigkeit. Eine Studie der Uni Rostock lässt sogar hoffen, dass es Krebszellen hindert, sich auszubreiten.

Wie kann man Cannabis legal bekommen?
Nur mit einer Sondergenehmigung der Bundesopiumstelle. Das gelang bislang nur etwa 30 Patienten, die Hasch und Cannabis-Tee nun offiziell in Holland kaufen dürfen. Oder auf Rezept: Klinikärzte und niedergelassene Ärzte verschreiben ein Medikament im Zuge einer Therapie. Die Tropfen bzw. Kapseln kosten je nach Menge bis zu 500 EURo im Monat. Ob die Kassen diese Kosten künftig übernehmen werden, muss noch geklärt werden. 'Heute sind viele Patienten wegen der hohen Kosten gezwungen, auf den Schwarzmarkt auszuweichen', so Grotenhermen.
Auch gibt es in Deutschland mit Dronabinol bisher nur einen Wirkstoff, der verschrieben werden darf. Es liegen aber Anträge auf neue Medikamenten-Zulassungen vor.

Wie wirkt THC?
'Es wirkt direkt im Gehirn', so der Mediziner. 'Der Körper besitzt eigene Cannabinoide, die man mit THC unterstützen kann. Es dämpft die Übertragung von Nerven-Informationen. So wird etwa einem Nerv signalisiert, dass der Schmerz nicht stark ist, oder dass der Krampf des Muskels gelöst werden kann.'

Muss man es rauchen?
Nein, THC schluckt man. Aber die Wirkung ist immer ähnlich, egal, ob man Cannabis raucht, schluckt oder als Tee trinkt.

Macht es abhängig?
'Ja, aber im Rahmen einer Therapie ist die Dosis so gering, dass das keine Rolle spielt. Bei freiem Gebrauch kann es zu einer Abhängigkeit kommen.'

Nebenwirkungen?
'Sind unterschiedlich bei Jugendlichen und Erwachsenen. Für ein wachsendes Gehirn ist der regelmäßige Konsum nicht gut. Das Risiko für psychische Störungen wird erhöht. Es ist umstritten, ob man Jugendlichen THC etwa beim Aufmerksamkeitssyndrom ADHS gibt. Bei Erwachsenen gibt es weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfweh und eine Steigerung der Herzfrequenz.'"

Gesundheitsminister erwägt Cannabis auf Rezept für Kranke


Berlin (qua). Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept erhalten. Einen entsprechenden Vorschlag hat Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses gemacht. Das Haschisch auf Rezept, das als Arznei Dronabiol heißt, kann Patienten mit Multipler Sklerose und Krebs Linderung verschaffen. "Wir sind da sehr aufgeschlossen", sagte die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Carola Reimann (SPD). Der Wirkstoff verschaffe Muskelentspannung und Schmerzlinderung. Auch der Chef der AOK Rheinland, Wilfried Jacobs, wertete den Vorschlag positiv. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass nur zusätzlich qualifizierte Ärzte den Stoff verordnen dürften. Die Union hingegen ist skeptisch. "Es gibt noch keine Studie, die die Wirksamkeit von Cannabis als Arznei belegt", sagte Gesundheitspolitik-Sprecher Jens Spahn (CDU).

Sonntag, 20. Dezember 2009

arte Themenabend Cannabis

Eine sehr gute Dokumentation uber Hanf-Cannabis-Sativa






USA: Im nächsten Jahr könnten die Bürger von Kalifornien darüber entscheiden, ob Cannabis für die persönliche Verwendung legalisiert werden soll


In einer Zeit, in der Kalifornien permanent am Rand des finanziellen Ruins steht, haben Cannabisaktivisten die Gelegenheit genutzt und behaupten, die Legalisierung und Besteuerung von Cannabis könne dem Staat helfen. Kritiker weisen diese Behauptung jedoch zurück und erklären, die sozialen Kosten der Legalisierung würde die Kosten aufwiegen, die sie einbringen könnte. Die Wähler werden vermutlich im nächsten Jahr mit diesem Thema konfrontiert werden. Cannabisunterstützer erklärten, dass sie mehr als genug Unterschriften, über 680.000, gesammelt haben, damit eine entsprechende Gesetzesvorlage bei der Wählerbefragung im November 2010 zur Abstimmung kommt. Mit diesem Vorschlag soll Kalifornien der erste US-Staat werden, der den Besitz und den Anbau von Cannabis für den Freizeitkonsum legalisiert.

Nach dieser Initiative soll der einfache Besitz einer Unze (28,5 Gramm) oder weniger Cannabis für jeden, der wenigstens 21 Jahre alt ist, legal sein. Es wäre auch erlaubt, begrenzte Mengen für den Eigenbedarf Zuhause anzubauen. Die staatliche Steuerbehörde hat ermittelt, dass Kalifornien durch ein Legalisierungsgesetz, das von Tom Ammiano, einem demokratischen Mitglied des Abgeordnetenhauses aus San Francisco, vorgeschlagen wurde, 1,4 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde EURo) pro Jahr an Steuern einnehmen könnte.

Mehr unter:
www.reuters.com/article/idUSN1718943920091218

Präsident Obama unterzeichnete ein Gesetz, das das Verbot der medizinische Verwendung von Cannabis in Washington D.C.aufhebt


Am 16. Dezember unterzeichnete Präsident Barack Obama ein Gesetz, das am 13. Dezember vom US-Senat verabschiedet worden war und der Regierung des Distrikts von Columbia (Washington D.C.) den Weg ebnet, die medizinische Verwendung von Cannabis zu erlauben. Im Jahre 1998 hatten die Wähler des Distrikts mit großer Mehrheit einen Volksentscheid angenommen, der den Besitz, den Konsum, den Anbau und die Abgabe von Cannabis erlaubt, wenn er bei Vorliegen einer schweren Erkrankung von einem Arzt empfohlen wird.

Das Gesetz wurde 1998 mit 69 Prozent der Stimmen angenommen, jedoch bevor es in Kraft trat, verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, das dieses Verhalten im Distrikt untersagte. Der Distrikt würde Alaska, Kalifornien, Colorado, Hawaii, Maine, Michigan, Montana, Nevada, Neumexiko, Oregon, Rhode Island, Vermont und Washington darin folgen, medizinischen Cannabis zu erlauben. Es wird erwartet, dass Patienten die Verwendung von Cannabis noch vor Ende 2010 erlaubt sein könnte.

Washington D.C., formal der Distrikt von Columbia und allgemein als Washington oder der Distrikt bezeichnet, ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten und sollte nicht mit dem Staat Washington verwechselt werden. Der Distrikt von Columbia gehört nicht zu einem Staat, sondern ist eine eigene Einheit.

(Quellen: Washington Post vom 14. Dezember 2009, MPP vom 17. Dezember 2009)

Samstag, 19. Dezember 2009

Gesundheitsminister erwägt Cannabis auf Rezept für Kranke


Berlin (qua). Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept erhalten. Einen entsprechenden Vorschlag hat Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses gemacht. Das Haschisch auf Rezept, das als Arznei Dronabiol heißt, kann Patienten mit Multipler Sklerose und Krebs Linderung verschaffen. "Wir sind da sehr aufgeschlossen", sagte die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Carola Reimann (SPD). Der Wirkstoff verschaffe Muskelentspannung und Schmerzlinderung. Auch der Chef der AOK Rheinland, Wilfried Jacobs, wertete den Vorschlag positiv. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass nur zusätzlich qualifizierte Ärzte den Stoff verordnen dürften. Die Union hingegen ist skeptisch. "Es gibt noch keine Studie, die die Wirksamkeit von Cannabis als Arznei belegt", sagte Gesundheitspolitik-Sprecher Jens Spahn (CDU).

Quelle: Rheinische Post

Freitag, 18. Dezember 2009

Die ersten Patienten in Israel vaporisieren schon

Die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Israel schreitet weiter voran.

Am Sheba-Krankenhaus in Tel Hashomer dürfen Patienten ab sofort Marihuana rauchen. Im Rahmen eines Pilotprojekts sind dort im vergangenen halben Jahr bereits 20 Kranke mit der weichen pflanzlichen Droge behandelt worden. Als erstes israelisches Krankenhaus hat Sheba eine formale Regelung zum medizinischen Umgang mit Cannabis entworfen, die bereits vom Gesundheitsministerium bewilligt wurde. Wenn ein Patient Marihuana benötigt, wird ihm der zuständige Arzt die notwendige Erlaubnis vom Ministerium verschaffen. Ambulante Patienten können ihre Joints im Raucherraum des Krankenhauses rauchen, stationäre tun dies in ihren jeweiligen Zimmern nahe einem offenen Fenster.
Die Israelische Vereinigung für die Förderung von medizinischem Cannabis, die von Anfang an in das Projekt involviert war, sammelt derzeit Geld für Maschinen, die das Marihuana vaporisieren und somit die Inhalierung des Dampfes erlauben, ohne dass ein Joint angezündet werden muss. Fünf solcher Vaporisatoren werden bereits im Sheba-Krankenhaus eingesetzt.
Der 51jährige behinderte Armeeveteran Ran Gottlieb aus Gan Yavneh, der vor drei Monaten wegen einer schmerzhaften Rückenwirbelverletzung ins Krankenhaus eingeliefert worden war, hat seine Erfahrungen mit der Cannabis-Behandlung als sehr wohltuend empfunden. „Es half mir mit den Schmerzen, reduzierte erheblich die Krämpfe und verbesserte meine Stimmung", sagt er.

The Jerusalem Post

Gesundheitsminister: Zulassung als Medikament wird geprüft


Bald darf einfacher als bisher auf Rezept „gekifft“ werden. Die Bundesregierung plant, den Zugang zu Cannabis als Medikament zu vereinfachen. Also kein Weihnachtsgeschenk für fröhliche Rauschebärte. Es geht um Hasch als Medizin. Geprüft wird auch, ob die Kassen künftig für die Therapie zahlen.

Der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses diesen Plan vorgestellt. Ein Sprecher Röslers bestätigte gestern Abend: „Die rein medizinische Anwendung von Cannabis wird im Interesse der Kranken geprüft.“ Zurzeit ist der Besitz, der Handel und der Konsum von Cannabis in Deutschland verboten. Einzige Ausnahme: Das Medikament Dronabinol kann seit 1998 verordnet werden. Das ist aufwändig und teuer.

Wie kann man Cannabis legal bekommen?
Nur mit einer Sondergenehmigung der Bundesopiumstelle. Das gelang bislang nur etwa 30 Patienten, die Hasch und Cannabis-Tee nun offiziell in Holland kaufen dürfen. Oder auf Rezept: Klinikärzte und niedergelassene Ärzte verschreiben ein Medikament im Zuge einer Therapie. Die Tropfen bzw. Kapseln kosten je nach Menge bis zu 500 Euro im Monat. Ob die Kassen diese Kosten künftig übernehmen werden, muss noch geklärt werden. „Heute sind viele Patienten wegen der hohen Kosten gezwungen, auf den Schwarzmarkt auszuweichen“, so Grotenhermen.
Auch gibt es in Deutschland mit Dronabinol bisher nur einen Wirkstoff, der verschrieben werden darf. Es liegen aber Anträge auf neue Medikamenten-Zulassungen vor.

Im neuen Jahr sollen Studien zeigen, für welche Patienten Cannabis sinnvoll ist. Christine Aschenberg-Dugnus, Expertin für Sucht– und Drogenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, zum EXPRESS: „Cannabis als Medizin kann Schwerkranken Lebensqualität zurückgeben. Denn Cannabis hat eine eindeutig schmerzlindernde Wirkung. Bei der Frage des Gebrauchs von Cannabis als Medikament muss deshalb Rechtsklarheit für Patienten und Ärzte durch eine verbesserte Datenlage geschaffen werden.“

Auch aus der Union kommt Zustimmung. Willi Zylajew, CDU-Gesundheitspolitiker aus Hürth: „Wir dürfen uns nicht als Oberärzte aufspielen. Wie bei Morphium muss auch die Behandlung mit Cannabis möglich sein, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Das betrifft auch die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.“

Der Kölner SPD-Politiker Karl Lauterbach: „Gerade für Patienten mit chronischen Schmerzen sind in den USA gute Erfahrungen gemacht worden.“ „Allerdings“, so Lauterbach, „darf die Indikation nur durch Spezialisten erfolgen. Das Missbrauchspotenzial wäre sonst zu hoch.“

Die Rechtslage
In Deutschland darf man Cannabis nicht besitzen, verkaufen, rauchen oder anbauen. Ausnahme: Dronabinol bzw. Genehmigung durch die Bundesopiumstelle. Dagegen werden Morphium (Narkose, Schmerzen) und Codein (Husten) seit langem in der Medizin eingesetzt. Für den Normalbürger gilt: Zwar ist der Besitz strafbar. Das Verfahren wird aber in der Regel eingestellt, wenn es sich um eine „kleine Menge“ handelt. „Kleine Menge“ ist in den meisten Bundesländern, z. B. Hamburg und Berlin, 6 Gramm, in NRW 7,5 Gramm. Dies gilt aber nur beim ersten Mal Erwischen. In den Niederlanden ist der Besitz für den eigenen Bedarf straffrei, ca. 5 Gramm.

Legalisierung als Medikament: Haschisch bald vom Doktor


Das Gesundheitsministerium unter Bundesgesundheitsminister Dr. med Philipp Rösler (FDP) prüft derzeit die Zulassung von Marihuana oder auch Haschisch genannt, als Medikament. Es könnte also bald den Joint auf Rezept vom Doktor geben…

Dann würden künftig sogar die Kassen für die Haschisch-Therapie bezahlen !

„Die rein medizinische Anwendung von Cannabis wird im Interesse der Kranken geprüft.“ bestätigte am Donnerstagabend ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Rösler

Zurzeit ist der Besitz, der Handel und der Konsum von Cannabis in Deutschland verboten. Einzige Ausnahme: Das Medikament Dronabinol kann seit 1998 verordnet werden. Das ist aber aufwändig und teuer.

Cannabis enthäl den Wirkstoff THC, der jetzt auch für die Medizin interessant sein soll. Vor allem in Kanada, in den USA und Großbritannien wird der Wirkstoff bereits eingesetzt.

Bei chronischen Schmerzen soll so eine Linderung erreicht werden, oder bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krämpfe lösen bzw. anti-epileptisch wirken.

Außerdem lindert es in der Krebs- und Aidstherapie Übelkeit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit.

Eine Studie der Uni Rostock lässt sogar hoffen, dass es Krebszellen hindert, sich auszubreiten.

Ganz schön viele positive Seiten einer Droge.

Allerdings ist Cannabis bislang verboten und nur mit einer Sondergenehmigung der Bundesopiumstelle legal zu bekommen.

Das gelang bislang nur etwa 30 Patienten, die Hasch und Cannabis-Tee nun offiziell in Holland kaufen dürfen. Oder auf Rezept: Klinikärzte und niedergelassene Ärzte verschreiben ein Medikament im Zuge einer Therapie.

Das könnte sich jetzt unter Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ändern …

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Hanf gegen Darmentzündungen


Hanfsubstanzen könnten vielleicht bei der Behandlung chronischer Darmentzündungen helfen. Entsprechende Versuchsergebnisse stellen englische Medizinerinnen auf einer Fachtagung in London vor. Zwei Inhaltsstoffe des Hanfs – einer davon ohne Rauscheffekt – beschleunigen demnach die Erholung der Darmwand nach einem Entzündungsschub.

Angesichts dieser und früherer Resultate erscheine es umso lohnender, die Wirkung von Hanfsubstanzen bei Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa abzuklären, ist Karen Wright von der Lancaster University überzeugt. “Wenn es uns gelingt, die Integrität der Darmbarriere wiederherzustellen, können wir vielleicht die Entzündungsreaktion eindämmen, die diesen chronischen Erkrankungen zugrunde liegt.”

In Europa leiden schätzungsweise 350 von 100.000 Menschen an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Bei beiden Erkrankungen kommt es aus Gründen, die noch nicht vollständig verstanden sind, zu einer Entzündung des Verdauungstrakts. Bestenfalls bewirkt dies nur leichte Beschwerden wie Blähungen oder gelegentliche Durchfälle. In schweren Fällen kann es dagegen nötig werden, den betroffenen Darmabschnitt operativ zu entfernen.

Wright und ihr Team führten ihre Experimente mit einer Zelllinie durch, die auf die innerste Auskleidung des menschlichen Dickdarms zurückgeht. Die Forscherinnen ließen diese Epithelzellen zu einer dichten Schicht zusammenwachsen und setzten sie dann entzündungsfördernden Botenstoffen des Immunsystems aus. Als Folge sank der elektrische Widerstand der Zellschicht – das Kulturepithel wurde regelrecht undicht. Wurde nun Cannabidiol oder Tetrahydrocannabinol (THC) zugegeben, stieg der elektrische Widerstand relativ schnell wieder auf seinen Ausgangswert.

Offenbar hätten die Cannabinoide die Epithelzellen angeregt, festere Bindungen untereinander auszubilden und so das Kulturepithel wieder abzudichten, folgert Wright. Zwar habe das THC psychoaktive Eigenschaften und sei dafür verantwortlich, dass Haschisch und Marihuana “high” machten, so die Forscherin. “Ermutigenderweise förderte das Cannabidiol, das keine solchen Eigenschaften hat, aber ebenfalls die Wiederherstellung der Epithelintegretität.”

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Cannabis-Extrakt hilft bei Multipler Sklerose


Extrakte der Cannabispflanze können einer neuen US-Analyse zufolge die Symptome von Multipler Sklerose (MS) lindern. Die Auswertung mehrerer Studien habe ergeben, dass eine bestimmte Kombination der Extrakte spastische Muskelbewegungen reduziere und die Mobilität der Patienten verbessere, berichten Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles.

"Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin BMC Neurology.

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder haben zu große Nebeneffekte. Auch die Hasch-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscher.

Cannabis-Extrakt lindert Schmerzen
Bereits 2004 haben dänische Mediziner im Rahmen einer Studie festgestellt, dass das Cannabis-Extrakt Dronabinol die Schmerzen von MS-Patienten deutlich linderte und deren Lebensqualität erhöhte. Zwar traten bei einigen der Versuchspersonen während der ersten Woche Nebenwirkungen wie etwa Schwindel auf, doch ließen diese im Verlauf der weiteren Therapie nach.

Insgesamt schätzten jene Patienten, die Dronabinol erhielten, ihre Lebensqualität deutlich höher ein als jene, die ein Placebo erhielten. Patienten, deren Schmerzen mit anderen Medikamenten nicht ausreichend gelindert werden können, sollten mit Dronabinol behandelt werden, empfahlen die dänischen Mediziner deshalb im "British Medical Journal".

Cannabis lindert subjektive MS-Symptome
2005 wies eine große britische Studie mit 630 MS-Patienten darauf hin, dass Cannabis manche Symptome dieser Krankheit lindern kann. Zwar ergab ein Test keine objektiv messbare Verbesserung in der Stärke spastischer Beschwerden wie Muskelsteifheit oder Zuckungen. 60 Prozent der mit Cannabis behandelten MS-Kranken berichteten aber über einen Rückgang der Spasmen, 54 Prozent gaben zudem an, weniger Schmerzen zu haben, verglichen mit 37 Prozent der Placebo-Gruppe.

Dass Inhaltsstoffe der Cannabis-Hanfpflanze können bei bestimmten Schmerzen und Erkrankungen des Zentralnervensystems die Beschwerden lindern, hatte im selben Jahr auch Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Kress von der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin mit Schmerzzentrum im Wiener AKH bei einer Fachtagung in Wien berichtet.

In den USA offiziell zugelassen
Cannabinoide sind dem Wissenschaftler zufolge bei verschiedenen Erkrankungen, u.a. bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson, als mögliche neue Therapeutika in Erprobung. Daneben seien diese Stoffe schon länger in der Palliativmedizin bei der Behandlung von Therapie-ausgelöster Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit oder auszehrungsbedingtem Gewichtsverlust (bei Aids oder Krebs) bewährt und dafür in den USA sogar offiziell zugelassen.

TaxCannabis2010.org hat bereits genügend Unterstützer

Abstimmung über legales Marihuana in Kalifornien wahrscheinlich 2010
Die kalifornische Initiative Tax Cannabis 2010 hat bereits 434.000 Unterschriften gesammelt. Die Intiative erwartet nun aufgrund der ausreichenden Anzahl von Unterstützer/innen, dass über ihren Gesetzesvorschlag, die Cannabisprodukte zum "recreational use" (zur "Entspannung") unter strengsten Jugendschutzauflagen zu legalisieren, im November 2010 abgestimmt wird. Die Legalisierung und Besteuerung erfährt besonders in Kalifornien eine breite Unterstützung der Bevölkerung.
Tax Cannabis 2010 Secures Signatures for 2010 Ballot

Cannabis als Heilmittel legalisieren

Der Konsum von Cannabis bleibt in der Schweiz verboten. Mit einer Ausnahme: Vom Arzt verschrieben und als Medikament eingesetzt soll Cannabis legal werden. Dies hat der Nationalrat beschlossen.

Video

Montag, 14. Dezember 2009

Auch Washington ist auf dem Weg Medizinisches Marihuana als 15.Bundestand zu erlauben


Im Jahr 1998 genehmigten die Wähler in Washington ein Referendum, dass den Besitz und die Nutzung von medizinischen Cannabis erlauben würde. Doch die Republikaner stellten sich quer. Nun sieht es so aus, dass ein neuer Gesetzesentwurf in der amerikanischen Hauptstadt dafür sorgen könnte, dass Washington bald der 15. Staat wird, in dem der Besitz und die Verwendung von medizinischem Cannabis erlaubt ist. Die Vereinbarung der Konferenz muss noch vom Repräsentantenhaus und dem Senat verabschiedet werden. Eleanor Holmes Norton, seit 1991 als offizielle Delegierte des District of Columbia Mitglied des Repräsantenhauses, sagte bereits, dass „dies ein grosser Erfolg für DC ist.“

Medical Marijuana on the Way in D.C.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Cannabis bessert Muskelkrämpfe bei Multipler Sklerose


Cannabisprodukte können bei Patienten mit Multipler Sklerose
(MS) die Beweglichkeit bessern. Dies zeigt eine Analyse von sechs Studien, in denen Patienten entweder ein Hanfpräparat einnahmen oder ein Scheinmedikament. In fünf der Untersuchungen linderte Cannabis Muskelspasmen besser als das Placebo.

Andere Therapien gegen Muskelspannung und -krämpfe seien kaum wirksam oder aber mit schweren Nebenwirkungen verbunden, betonen die Mitarbeiter der Stiftung Global Neuroscience Initiative in Los Angeles im Fachblatt «BMC Neurology». In den Studien hingen die psychischen Nebenwirkungen des Marihuana-Wirkstoffs vor allem von der erforderlichen Dosis ab. Die Forscher betonen aber, dass auch Teilnehmer aus den Placebogruppen über psychische Begleiterscheinungen berichteten. Sie raten, dem therapeutischen Potenzial von Cannabinoiden für Multiple Sklerose mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Quelle: The Associated Press

Freitag, 11. Dezember 2009

Cannabis als Medizin wiederentdeckt


Seit Jahrtausenden sind die Wirkstoffe des Hanfs (Cannabis sativa) bekannt. Mit einer Hetzkampagne wurde die Pflanze seit den 1940er Jahren verteufelt. Nun feiert sie ein langsames, aber erfolgreiches Comeback in der Medizin.

Bei der Cultiva-Messe, die vom 27. bis 29. November in Wien über die Bühne geht, werden Neuheiten in der Cannabis-Medizin von Experten der Öffentlichkeit präsentiert.

“Cannabis, das in der Medizin verwendet wird, wird in Glashäusern in Holland kontrolliert angebaut”, so der Allgemeinmediziner Kurt Blaas, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft “Cannabis als Medizin“. Der kontrollierte Anbau gewährleistet eine reine Sorte mit den gleichen Gehalten an Inhaltsstoffen. Dies sei für die medizinische Anwendung wichtig.

Zwei Substanzen Dronabinol und Cannabidiol
“Eine Hanfplanze liefert zwischen 40 und 60 verschiedene Cannabinoide. Zwei der Substanzen, Dronabinol und Cannabidiol, werden in der Medizin angewendet”, so Blaas. Das Dronanbinol – auch Delta-9-THC genannt – ist ein aus der Pflanze
gewonnener Wirkstoff, der sich für verschiedene Leiden anwenden lässt. “Die Substanz wirkt muskelrelaxierend, beruhigend, stimmungsaufhellend, appetitanregend, übelkeitshemmend, schmerzstillend, bronchienerweiternd und augeninnendrucksenkend”, erklärt der Arzt.

“Eine Überdosis ist praktisch ausgeschlossen”, so Blaas. Der klassische Einsatz liege ganz sicher in der Schmerztherapie. Aber auch MS-Patienten bringe es eine Erleichterung, da Dronabinol die Tagesmüdigkeit verringert und gegen Depressionen hilft. “Auch in der Geriatrie hat sich Dronabinol aufgrund der relaxierenden Wirkung bewährt und bringt im Vergleich mit chemischen Keulen zum Ruhigstellen deutliche Vorteile.”

Cannabis-Gebrauch muss von Mediziner kontrolliert werden
Für eine Legalisierung von Cannabis tritt Blaas nicht ein, wohl aber für eine Entkriminalisierung. “Wir wollen das natürliche Cannabis für die medizinische Anwendung fördern, denn dadurch ergibt sich eine breitere Behandlungspalette”, erklärt der Mediziner. Es müsse die therapeutische Sicherheit gewährleistet werden. “Dazu gehört der kontrollierte Anbau, um eine kontinuierliche Qualität zu sichern. Zudem muss die medizinische Anwendung auf alle Fälle von qualifizierten Ärzten kontrolliert werden.”

Einen Freibrief zum Kiffen gibt der Mediziner nicht. “Eine physische Abhängigkeit von Cannabis gebe es zwar nicht, eine psychische jedoch schon. “Ein klassischer Joint liefert zwischen 80 und 150 Milligramm Cannabis, die medizinisch wirksame Dosis liegt hingegen zwischen 7,5 und 30 Milligramm”, erklärt Blaas. Zudem liefere ein Joint 20 mal mehr Ammoniak, drei- bis fünfmal mehr Stickstoffmonoxid und Blausäure als eine Zigarette.

Unbegründete Angst vor Panikattacken durch Überdosis
“Man hört immer wieder, dass Cannabis Angstzustände auslösen kann”, meint der Mediziner. Das treffe bei hoher Dosierung auch wirklich zu. “Wir haben allerdings sehr gute Erfolge bei der Behandlung von Depressionen, Panikreaktionen, Angstattacken und auch bei Burn-Out.” Man könne Cannabis in der richtigen Dosierung als idealen Bio-Tranquillizer ohne Nebenwirkung bezeichnen.

“Wir müssen endlich davon loskommen, beim Stichwort Cannabinoide sofort an Rauschgift zu denken”, bringt der Wiener Schmerzmediziner Hans-Georg Kress vor. “Die Substanzen sind wirksame Arzneimittel für kranke Menschen.”

Die Cannabis-Schule in Detroit


Seit 2008 ist im US-Bundesstaat Michigan der Anbau von Marihuana für medizinische Zwecke legal. Patienten können auch Marihuana kaufen, wenn das benötigte ärztliche Attest vorliegt. Nun bietet Nick Tennant in einer Schule in Detroit einen sechswöchigen Kurs an, in dem der Gartenanbau von Marihuana und auch deren Verwendung gelehrt wird. Den Teilnehmern werden in dem Kurs, der 485 US-Dollar kostet, auch Rezepte für u.a. Cannabis-Schokolade oder für Cannabis-Brownies gezeigt. Das einzige Lehrbuch, dass die Studenten lesen sollen, ist das Züchtungshandbuch „Marijuana Horticulture“ von Jorge Cervantes. „Es gibt eine hohe Arbeitslosigkeitszahl im Michigan. Der Bedarf an Arbeitsstellen ist sehr groß. Die Züchtung von medizinischem Cannabis könnte einen Ausweg bieten, indem hunderte neue Arbeitsstellen geschaffen und Millionen Dollar generiert werden“, sagte Tennant kürzlich in einem Interview mit der New York Times.

At This School, It’s Marijuana in Every Class

Webseite: Med Grow Cannabis College

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Cannabis für Patienten mit Multipler Sklerose


Trotz seiner medizinisch untersuchten Wirkung ist Cannabis noch immer als eine schädliche Droge verschrien.
Dennoch können die Extrakte aus der Pflanze auch heilsam wirken. Vor allem bei Patienten mit Multipler Sklerose kann Cannabis die Spastiken lindern. Dies ergab eine Auswertung von bisherigen Studien. Lange Zeit war Cannabis in der Medizin tabu. Erst nach und nach führte die Wissenschaft das Rauschmittel in die Medizin ein. Cannabis bekämpft zum Beispiel Übelkeit bei Krebspatienten aber auch bei der therapeutischen Behandlung von MS-Patienten zeigen wichtige Extrakte der Pflanze eine positive Wirkung. Dennoch werden weiterhin Studien durchgeführt, bei welchen die muskelentspannende Wirkung bei Patienten mit Multipler Sklerose auch wirklich langfristig anschlägt. Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft meist in Schüben, bei welchen dann die Patienten unter sogenannten Spastiken leiden. Hierbei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sind.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Neu Studie:Cannabis hilft bei Multipler Sklerose


Die Global Neuroscience Initiative Foundation, Los Angeles, genauer gesagt, die Forscher Shaheen E Lakhan und Marie Rowland haben eine Studie veröffentlicht, die die Wirkung von Marihuana auf Multiple Sklerose untersucht. Genauer verglichen Sie sechs andere Studien im Hinblicka uf die Auswirkungen von Marihauana auf die Symptome der Multiple Sklerose.

Dabei kam heraus, dass die durch MS hervorgerufenen Spastiken durch geregelten Konsum von Marihuana zurückgingen und die Ausweitungen nicht mehr so extrem sind.

Unter anderem kamen die Forscher zu dem Schluss:

"We found evidence that combined THC and CBD extracts may provide therapeutic benefit for MS spasticity symptoms. Although some objective measures of spasticity noted improvement trends, there were no changes found to be significant in post-treatment assessments. However, subjective assessment of symptom relief did often show significant improvement post-treatment. Differences in assessment measures, reports of adverse events, and dosage levels are discussed."

Mal wieder zeigt sich, dass Marihuana in der Medizin ein kraftvolles und hochpotentes Medikament ist, und auch bei Krankheiten zur Linderung führen kann, bei denen die moderne Medizin relativ machtlos ist!

PDF
Mehr zur Studie!

Montag, 7. Dezember 2009

Mit Haschisch gegen Spastiken

Cannabis kann Bewegungsstörungen bei Multipler Sklerose lindern!
Ein Cannabis-Extrakt kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Das haben US-Wissenschaftler herausgefunden, als sie die Ergebnisse von sechs früheren Studien erneut auswerteten, die diesen Zusammenhang überprüft hatten. Das Ergebnis: Fünf der sechs untersuchten Arbeiten kamen zu dem Ergebnis, dass die im Cannabis enthaltenden Wirkstoffe positive Effekte bei Patienten mit MS haben, zum Teil allerdings erhebliche Nebenwirkungen hervorrufen.


Die Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft in Schüben, bei denen die Patienten häufig unter Spastiken leiden. Dabei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Bisherige Therapien und Medikamente sind häufig nur bedingt effektiv und mit starken Nebenwirkungen verbunden. Bereits seit längerem wird in diesem Zusammenhang jedoch über die muskelentspannende Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) diskutiert. Die beiden Substanzen sind Bestandteile der weiblichen Hanfpflanzen, dem sogenannten Cannabis, und verursachen unter anderem die berauschende Wirkung der Droge.

Um zu prüfen, ob die muskelentspannenden Effekte MS-Patienten zugute kommen könnten, entschieden sich die Wissenschaftler für eine erneute Auswertung bereits zum Thema veröffentlichter Studien. Sie nutzten dafür öffentlich zugängliche Datenbanken und fanden insgesamt 38 Arbeiten, die eine Wirkung von THC und CBD bei Multipler Sklerose untersucht hatten. Sie wählten für ihre Analyse allerdings nicht alle Untersuchungen aus, sondern nur klinische Kurzzeitstudien, bei denen zusätzlich zur Untersuchungsgruppe auch eine Referenzgruppe beobachtet wurde, die lediglich wirkstofffreie Placebos erhalten hatte. An den sechs Studien, die das Forscherteam schlussendlich analysierte, hatten insgesamt 481 MS-Patienten teilgenommen, und sie waren zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden. In fünf Studien verbesserte sich durch die Cannabinoide THC und CBD die Beweglichkeit der Patienten.

"Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden bei der Behandlung von MS ist umfangreich und sollte große Aufmerksamkeit finden", berichtet Shaheen Lakhan, einer der beteiligten Forscher, über die Ergebnisse. Er fordert, trotz zum Teil erheblicher Nebenwirkungen der Behandlung wie beispielsweise Rauschzustände, die positiven Effekte von Cannabis und seinen Inhaltsstoffen weiter zu untersuchen. In Deutschland sind natürliche Cannabisprodukte illegal, dennoch ist es möglich, THC unter dem internationalen Freinamen Dronabinol auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben zu bekommen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Mediziner machen sich für Cannabis-Therapie stark

Cannabis auf Rezept? Es gibt Ärzte, die sich dafür einsetzen, dass die Droge zur Behandlung Schwerkranker zugelassen wird. Mithilfe von Cannabis sollen Schmerzen gelindert, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen bekämpft werden.
Gleich vorweg: Eine Heilung verspricht die Cannabis-Therapie nicht. Doch Cannabis kann bei schweren Krankheiten wie Krebs, Aids oder Multipler Sklerose (MS) die Beschwerden deutlich lindern. "Schmerzen werden erträglicher, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen gehören bei vielen der Vergangenheit an. Auch die depressive Stimmung vieler Kranker wird deutlich aufgehellt." So schildert Franjo Grotenhermen von der "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" die Vorzüge der Behandlung. Das bestätigt Joachim Nadstawek vom Berufsverband der Schmerztherapeuten. "MS- und Tumor- Patienten profitieren deutlich davon und gewinnen mehr Lebensqualität."

Noch ist Cannabis im Medizinschrank die Ausnahme: In Deutschland gibt es lediglich 30 Patienten, die Cannabis-Blüten oder Extrakt zur Behandlung nutzen dürfen, berichtet die Bonner Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Zahl der Anträge habe aber deutlich zugenommen. Grundsätzlich sind Medikamente mit Cannabis-Bestandteilen als "nicht-verschreibungsfähige Betäubungsmittel" verboten. Es gebe aber viele subjektive Berichte von Patienten, denen Cannabis helfe, bestätigt Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle.

Die Bundesopiumstelle habe die Hürde für eine Medikation mit Cannabis-Medikamenten deutlich abgebaut, sagt Grotenhermen. Bis vor kurzem mussten Ärzte seiner Auskunft zufolge ein Gutachten vorlegen, wenn sie die Therapie verordnen wollten. Jetzt werde nur noch ein normaler Arztbericht erwartet.

Doch viele Ärzte wüssten nichts von der Möglichkeit, ihren Patienten mit Cannabis zu helfen, sagt Schmerztherapeut Nadstawek. "Die denken sofort an Drogensüchtige." Grotenhermen bemängelt, dass viele Ärzte es ablehnen, den synthetisch hergestellten und erlaubten Cannabiswirkstoff Dronabinol zu verschreiben. Allerdings erstatten viele Krankenkassen die Kosten für das Mittel nicht. Durchschnittlich muss ein Patient dann 400 Euro im Monat für Dronabinol zahlen.

Die Lebensqualität in der letzten Phase verbessern
"In Sachen Cannabis wird sich etwas tun", vermutet Schinkel von der Bundesopiumstelle. Es gebe mehrere Medikamente, für die eine Kassenzulassung beantragt werden soll. Laut Schmerztherapeut Nadstawek gibt es bei MS- und Tumorerkrankungen bereits eindeutige Studien. Cannabis-Präparate seien eine Alternative zu anderen starken Schmerzmitteln, die zum Teil schwere Nebenwirkungen haben.

Die von der Politik angeführte Suchtgefahr hält Nadstawek für nebensächlich. "Bei Tumorpatienten geht es darum, die Lebensqualität in der letzten Phase zu verbessern", sagt er. Zudem hätten die derzeit genutzten Opiate auch ein erhebliches Suchtpotenzial. Außerdem bricht der Schmerztherapeut eine andere Lanze für die Cannabis-Medizin: "Die Kassen würden sparen, weil man zum Teil auf teure Opiate und Medikamente zur Behandlung der Nebenwirkungen verzichten kann."


Grotenhermen nennt zudem eine aktuelle Studie, bei der Patienten mit Multipler Sklerose entweder ein Cannabis-Präparat oder ein Scheinmedikament (Placebo) erhielten: 30 Prozent der Patienten fühlten sich mit Cannabis besser. In der Kontrollgruppe waren es nur 15 Prozent. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sieht den Einsatz von Cannabis-Produkten jedoch kritisch. Der Cannabis-Einsatz sei nur im Einzelfall "nach Versagen zugelassener Medikamente und anderer denkbar wirksamer Arzneimittel" vertretbar. Zur aktuellen Studie gibt es noch keine Stellungnahme der DMSG.

Samstag, 5. Dezember 2009

Cannabis hilft bei Multiple Sklerose


US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Cannabis-Extrakt offenbar die Spastiken von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) lindern und somit die Bewegungsfähigkeit der Patienten verbessern kann. Bei der erneuten Auswertung von sechs entsprechenden Studien kam heraus, dass fünf Studien den eben geschilderten Effekt nachweisen konnten. Nachteil: Die Wirkstoffe des Cannabis, die diese positive Wirkung erzielen, verursachen gleichzeitig erhebliche Nebenwirkungen.

An den untersuchten Studien, die zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden waren, nahmen insgesamt 481 MS-Patienten teil. Ihre Ergebnisse wurden in jeder Studie mit denen einer Referenzgruppe verglichen, welche Placebos ohne Wirkstoffe erhielt.

Die beiden Wissenschaftler Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles schließen aus ihren Ergebnissen, dass Cannabinoide ein umfangreiches therapeutisches Potenzial für die Behandlung von MS haben und deshalb berücksichtigt werden sollten. Hierfür seien weitere Untersuchungen notwendig, auch wenn teilweise von schweren Nebenwirkungen berichtet wurde. Diese Nebenwirkungen wurden jedoch offenbar auch bei den Patienten mit Placebo-Einnahme beobachtet.

Das Potenzial von Cannabinoiden

US-Forscherinnen: Umfangreiches therapeutisches Potenzial - Einsatz bei Multipler Sklerose empfohlen
New York - Die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze hat neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung, hatte eine italienische Studie ergeben. Eine weitere Bestätigung für den Einsatz von Wirkstoffen der Pflanze kommt nun aus den USA: Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien ausgewertet. Demnach können Extrakte der Cannabispflanze die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Eine bestimmte Kombination der Extrakte reduziere spastische Muskelbewegungen und verbessere die Mobilität der Patienten. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin "BMC Neurology".

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Cannabis-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscherinnen.

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Cannabis-Inhaltsstoff verhindert Krebsausbreitung

Wirkstoff hemmt laut Studie gewebezersetzende Enzyme - Arbeiten zur Antikrebswirkung noch in experimentellem Stadium

Rostock - Ein bestimmter Inhaltsstoff der Cannabis-Pflanze hemmt einer Laborstudie der Universität Rostock zufolge die Ausbreitung von Krebs im Körper. Die Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz wiesen in Zellkulturen nach, dass der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol die Auswanderung von Tumorzellen in umliegendes Gewebe bremst.

Im Körper können durch diese Auswanderung Metastasen entstehen. Ermöglicht wird die Wanderung durch gewebezersetzende Enzyme, die von den Krebszellen produziert werden. Der Cannabis-Wirkstoff lässt die Zellen einen Hemmstoff gegen diese Enzyme bilden.

Mögliche zusätzliche Therapie
Nach Angaben von Hinz, Leiter des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie, sind die Arbeiten zur Antikrebswirkung noch in einem frühen, experimentellen Stadium. Die bisherigen Befunde ließen jedoch darauf hoffen, dass Cannabinoide in Zukunft eine zusätzliche Krebstherapie darstellen könnten, die mit weniger Nebenwirkungen als die in der herkömmlichen Chemotherapie verwendeten Medikamente auskomme. Die Resultate sind im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlicht.

Cannabinoide werden schon seit Anfang der 90er Jahre intensiv auf ihre medizinische Wirkung untersucht. Sie werden unter anderem bei der Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit während einer Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt. Tierversuche und Zellkulturexperimente weisen nach Angaben der Hochschule darauf hin, dass Cannabinoide auch in der Lage sind, Krebszellen an der Teilung zu hindern und sogar zu töten und so das Wachstum von Tumoren bremsen können.

Freitag, 4. Dezember 2009

PRESSEMITTEILUNG/penstox.de: Cannabis Science Inc. berichtet über Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, Schuldentilgung, das große Vertrauen in Dr. Mela


Dies ist eine Mitteilung von penstox.de. Für den Inhalt ist ausschließlich der Emittent verantwortlich.

2. Dezember 2009, Cannabis Science Inc. (NASD OTCBB: CBIS), ein aufstrebendes pharmazeutisches Cannabis Unternehmen, meldete heute, dass es ausstehende Rechtsstreitigkeiten mit K & D Equity Investments, Inc. und South Beach Live, Inc., beigelegt hat, und Vereinbarungen mit ihren größten Gläubigern getroffen hat, die bestehenden Schulden in Aktien umzuwandeln.

Richard Cowan, CFO von Cannabis Science Inc., erklärt, "Die Beilegung der Gerichtsverfahren mit K & D und South Beach entlastet unser Management-Team. Wir konzentrieren und jetzt auf unsere Tests und unsere neuen OTC-Produkte. Das wichtigste ist, die Schuldentilgung verbessert unsere Bilanz erheblich und gibt uns der Fähigkeit, unsere Produkteinführungen zu forcieren. Ich glaube, dass dieses Entgegenkommen auch ein Vertrauensvotum in Dr. Melamede und eine Anerkennung des riesigen Potenzials unseres Unternehmens ist."

Die Abkommen besagt, dass 3.680,000 Stammaktien zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten an K & D und South Beach ausgegeben werden. Die Rechtsstreitigkeiten betrafen Bestimmungen des ursprünglichen Abkommens über den Erwerb des Anlagevermögens zwischen K & D und Cannex Thereapeutics, sowie die Schulden an South Beach Live Inc., die durch den Betrieb der Gesellschaft entstanden sind. Cowan erklärt, "Es ist sehr positiv, dass es unserem Unternehmen mit dieser Abmachung gelingt fast 900,000 $ Schulden zu löschen. Das sind mehr als die Hälfte der gegenwärtigen Verbindlichkeiten unseres Unternehmens."

Dr. Robert Melamede, CEO und Präsident, fügt hinzu, „Wir sind erfreut, diese Rechtsstreitigkeiten hinter uns zuhaben. Abgesehen von den Finanzierungsoptionen, die sich jetzt wieder eröffnen, hab ich und unser Beirat nun wieder die Möglichkeit, uns auf die Wissenschaft von Cannabis und die Entwicklung von Produkten zu konzentrieren. Dies ist eine großartige Zeit für die Cannabis Wissenschaft, im Allgemeinen und im Besonderen für unser Unternehmen. "

Weitere Informationen über Cannabis Science, Inc.

Cannabis Science Inc. ist an der Front der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Marijuana. Die Firma arbeitet weltweit zusammen mit Autoritäten der Phytocannabinoid-Wissenschaft, dabei auf kritische Krankheiten zielend, und verwendet wissenschaftliche Methoden, um pharmazeutische Produkte auf Phytocannabinoid-Basis zu entwickeln, produzieren und zu kommerzialisieren. Kurz gesagt, widmen wir uns der Kreation von Arzneien auf Cannabis-Basis, mit oder ohne psychoaktive Wirkung, um Krankheiten und Symptome von Krankheiten zu behandeln, und der allgemeinen Gesunderhaltung.

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne von Abschnitt 27A des Wertpapiergesetzes von 1933 und Abschnitt 21E des Securities Act von 1934. Jede Aussage in dieser Pressemitteilung mit Worten wie z. B. "rechnen", "beabsichtigen", "glauben", "planen", "schätzen", "erwarten", oder ähnliche Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen in den in die Zukunft gerichtete Aussagen abweichen. Neben der Entwicklung der globalen Wirtschaft, der Auswirkungen des Wettbewerbs, ist das Unternehmen abhängig von den bevorstehenden Regelungen hinsichtlich der Verwendung und Entwicklung von auf Cannabis basierenden Medikamenten. Cannabis Science ist nicht verpflichtet diese in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Kontakt:

Cannabis Science Inc.

E-Mail: info@cannabisscience.com

www.canabisscience.com

Für die Richtigkeit der Übersetzung wird keine Haftung übernommen! Bitte englische Originalmeldung beachten! Mitteilung übermittelt durch penstox.de. Für den Inhalt ist der Aussender verantwortlich.

Kostenloser Abdruck mit Quellenangabe erlaubt

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2009 09:24 ET (14:24 GMT)

© 2009 Dow Jones & Company, Inc.

Haschisch hilft bei Multipler Sklerose

Fachmagazin: "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich".

Extrakte der Cannabispflanze können einer neuen US-Analyse zufolge die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Die Auswertung mehrere Studien habe ergeben, dass eine bestimmte Kombination der Extrakte spastische Muskelbewegungen reduziere und die Mobilität der Patienten verbessere, berichten Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin BMC Neurology.

Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen
Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Hasch-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscher.

Multiple Sklerose: Cannabis lindert Spastiken

London (ddp). Ein Cannabis-Extrakt kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Das haben US-Wissenschaftler herausgefunden, als sie die Ergebnisse von sechs früheren Studien erneut auswerteten, die diesen Zusammenhang überprüft hatten. Das Ergebnis: Fünf der sechs untersuchten Arbeiten kamen zu dem Ergebnis, dass die im Cannabis enthaltenden Wirkstoffe positive Effekte bei Patienten mit MS haben, zum Teil allerdings erhebliche Nebenwirkungen hervorrufen. Die Wissenschaftler Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles veröffentlichen ihre Studie in der Fachzeitschrift «BMC Neurology» (Bd. 9, S. 59).

Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft in Schüben, bei denen die Patienten häufig unter Spastiken leiden. Dabei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Bisherige Therapien und Medikamente sind häufig nur bedingt effektiv und mit starken Nebenwirkungen verbunden. Bereits seit längerem wird in diesem Zusammenhang jedoch über die muskelentspannende Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) diskutiert. Die beiden Substanzen sind Bestandteile der weiblichen Hanfpflanzen, dem sogenannten Cannabis, und verursachen unter anderem die berauschende Wirkung der Droge.

Um zu prüfen, ob die muskelentspannenden Effekte MS-Patienten zugute kommen könnten, entschieden sich die Wissenschaftler für eine erneute Auswertung von bereits zum Thema veröffentlichten Studien. Sie nutzten dafür öffentlich zugängliche Datenbanken und fanden insgesamt 38 Arbeiten, die eine Wirkung von THC und CBD bei Multipler Sklerose untersucht hatten. Sie wählten für ihre Analyse allerdings nicht alle Untersuchungen aus, sondern nur klinische Kurzzeitstudien, bei denen zusätzlich zur Untersuchungsgruppe auch eine Referenzgruppe beobachtet worden war, die lediglich wirkstofffreie Placebos erhalten hatte. An den sechs Studien, die das Forscherteam schlussendlich analysierte, hatten insgesamt 481 MS-Patienten teilgenommen und sie waren zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden. In fünf Studien verbesserte sich durch die Cannabinoide THC und CBD die Beweglichkeit der Patienten.

«Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden bei der Behandlung von MS ist umfangreich und sollte große Aufmerksamkeit finden», berichtet Lakhan über die Ergebnisse. Er fordert, trotz zum Teil erheblicher Nebenwirkungen der Behandlung wie beispielsweise Rauschzuständen, die positiven Effekte von Cannabis und seinen Inhaltsstoffen weiter zu untersuchen. In Deutschland sind natürliche Cannabisprodukte illegal, dennoch ist es möglich, THC unter dem internationalen Freinamen Dronabinol auf einem Betäubungsmittelrezept

Cannabinoide in der Palliativmedizin täglich in Anwendung

Lange Zeit wurde primär die appetitanregende und brechreizlindernde Wirkung genutzt - jedoch wesentlich breiteres Wirkspektrum von THC

Wien - Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), der Haupt-Wirkstoff der Hanfpflanze, wird in der Schmerz- und Palliativmedizin immer mehr zu einer gesicherten Behandlungsoption und bewährt sich auch als Zusatz zu herkömmlichen Therapien. Vor allem in der Palliativmedizin - also in der Betreuung unheilbar Kranker - sind Cannabinoide bereits täglich in Anwendung, erklärte jetzt Hans-Georg Kress, Leiter der Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien (AKH), anlässlich der 8. Österreichischen Schmerzwochen.

Dronabinol
Therapeutisch eingesetzt wird vor allem der Wirkstoff Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), der durch einen chemischen Umwandlungsprozess aus Industriehanf gewonnen werden kann und in Österreich allen Apotheken unter dem internationalen Freinamen Dronabinol zur Verfügung steht. "Lange Zeit wurde primär die appetitanregende und brechreizlindernde Wirkung von THC bzw. Dronabinol wissenschaftlich erforscht und in der Therapie genutzt, vor allem bei Krebspatienten gegen Chemotherapie-bedingte Übelkeit und Erbrechen, und bei Krebs- und HIV-Patienten gegen Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit", so Kress.

Breites Wirkspektrum
Neue Untersuchungen legen ein wesentlich breiteres Wirkspektrum von THC vor allem bei bestimmten Neuropathien (Nervenschmerzen) nahe, die mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten vielfach nicht ausreichend behandelt werden können. Der Anästhesiologe: "Aktuelle Studien zeigen, dass THC auch bei zentralen neuropathischen Schmerzsyndromen wie bei Multipler Sklerose, dem Querschnittsyndrom und spastischen Schmerzen wirksam ist, und es gibt vielversprechende Hinweise auf ein Potenzial in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Bei Krebs- oder HIV-Patienten steigert die psychotrope, distanzierende Wirkung außerdem zusätzlich die Lebensqualität."

Vorteile
Erwünschte Synergien bei der Schmerzlinderung entfaltet THC in Kombination mit Opioid-Schmerzmitteln. Außerdem fehlen THC mögliche unerwünschte Wirkungen der Opioide: "THC bewirkt auch bei Überdosierung keine Atemdepression, und die Abwehrfunktion bestimmter Zellen (neutrophile Granulozyten, Anm.) gegen infektiöse Keime, die durch Morphin gehemmt wird, wird durch THC gesteigert. Bei geschwächtem Immunsystem ist das ein großer Vorteil."

In vielen Ländern sind pflanzliche Cannabinoide wie Dronabinol (THC) und auch die synthetischen Analoga von THC verschreibbar. Das aus Pflanzen gewonnene THC (Dronabinol) als Rezeptur-Arzneimittel bzw. vollsynthetisch hergestelltes THC (von der FDA in USA seit mehr als einem Jahrzehnt als Arzneispezialität zugelassen) sind in Deutschland und Österreich auf Betäubungsmittel- bzw. Suchtmittelrezept ärztlich rezeptierbar.

Therapiekosten
"Anders als in Deutschland werden in Österreich die Kosten für die magistrale Zubereitung von Dronabinolkapseln in der Regel von den Krankenkassen bei Tumorkranken, in ärztlich begründeten Fällen auch bei Multipler Sklerose und anderen chronischen Schmerzzuständen übernommen", so Kress. Die EU-Zulassung von Dronabinolkapseln als Fertigarzneimittel aus Drogenhanf wird für 2009 oder 2010 erwartet, was die Therapiekosten weiter senken dürfte.

Keine Notwendigkeit sieht Kress für die Freigabe der Selbstversorgung mit Cannabis, da dieses letztlich immer aus illegalen Quellen stamme. Selbst eine - bisher nicht erlaubte - eventuell straffrei gestellte medizinische Nutzung von kleinen Mengen von Marihuana oder von Drogenhanfsamen zum strafrechtlich tolerierten Selbstanbau würde unbescholtene Bürger in das Schwarzmarktmilieu drängen und andererseits die Betroffenen durch zum Teil extrem mangelhafte Qualität dieser Produkte zusätzlich gefährden. (APA)

Cannabis wirkt regenerativ auf Nervenzellen

Hanfpflanze hat neben berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung
Rom - Wissenschaftler der italienischen Klinikanstalt Irccs Fondazione Santa Lucia haben nachgewiesen, dass die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung hat. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, Neuropathologien wie Multiple Sklerose, Schädeltraumata und Rückenmarksverletzungen erfolgreich zu behandeln.

Schmerzhemmend und neuroprotektiv
"Außer dem für seine schmerzhemmende Funktion bekannten Cannabinoidrezeptor 1 gibt es einen weiteren, mit neuroprotektiven Eigenschaften ausgestatteten Cannabinoidrezeptor 2", erläuterte der Wissenschaftler Marco Molinari. Der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol stimuliere den Rezeptor und veranlasse ihn, die degenerativen Vorgänge in den Neuronen zu stoppen. "Es scheint gleichsam, als ob die bei einem Gehirntrauma geschädigten Nervenzellen eine neue Brücke zur Substanzaufnahme einrichten und sich dadurch weitgehend regenerieren können", so Molinari.

Entwicklung Cannabis-haltiger Pharmazeutika
In einer zweiten Forschungsstufe gehe es jetzt darum, Cannabis-haltige Pharmazeutika mit neuroprotektiven Funktionen zu entwickeln. Die Untersuchung des römischen Forscherteams war in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität von Teramo durchgeführt worden. Einzelheiten wurden in der Fachzeitschrift "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Das Potenzial von Cannabinoiden


US-Forscherinnen: Umfangreiches therapeutisches Potenzial - Einsatz bei Multipler Sklerose empfohlen
New York - Die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze hat neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung, hatte eine italienische Studie ergeben. Eine weitere Bestätigung für den Einsatz von Wirkstoffen der Pflanze kommt nun aus den USA: Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien ausgewertet. Demnach können Extrakte der Cannabispflanze die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Eine bestimmte Kombination der Extrakte reduziere spastische Muskelbewegungen und verbessere die Mobilität der Patienten. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin "BMC Neurology".

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Cannabis-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscherinnen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Joints gegen Alkoholsucht

Cannabis sei aufgrund geringer Nebenwirkungen und des niedrigen Suchtpotentials besser geeignet, eine Alkoholentgiftung medikamentös zu unterstützen als herkömmliche verschreibungsfähige Arzneimittel. Die Forscher haben hierzu Patienten von so genanten "Medical Dispensaries" in Berkley/Kalifornien befragt. Vier von zehn Befragten sagten, Hanf helfe ihnen, das Verlangen nach Alkohol zu unterdrücken.
'Großbritannien sei ob seines hohen Alkoholmissbrauchpotentials der ideale Ort, um diese radikale Herangehensweise zu testen', so die kalifornischen Wissenschaftler.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Rausch als Teil des Lebens

Dr. med. Franjo Grotenhermen auf dem 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin vom 06. bis 08. November 2009 in Berlin

Vom 06. bis zum 08. November fand im Ludwig Erhard Haus in Berlin der 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin in Berlin statt. Da auch unser Hausarzt Dr. med. Franjo Grotenhermen einen Vortrag über die medizinische Anwendung von Cannbis hielt, waren wir vor Ort, um uns ein Bild des derzeitigen Wissensstands machen zu können. Dr. med. Grotenhermen ist Mitarbeiter des Nova Institutes in Hürth und Vorsitzender der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM). Dank seiner vieljährigen Beschäftigung mit dem Thema Cannabis als Medizin war es ihm möglich, während seines Vortrags einen Umriss des geschichtlichen Hintergrundes von Cannabis in der Medizin zu den derzeitigen Anwendungsgebieten und Forschungsergebnissen aufzuzeigen.
Dabei bezog er sich auf Untersuchungen an Patienten, die an MS, Tourette, Epilepsie, Alzheimer oder einem postdramatischen Trauma leiden und deren Symptome durch die Verabreichung von Cannabinoiden verbessert werden könne. Das Endocannabinoidsystem des Körpers, das sich aus Cannabinoidrezeptoren und Endocannabinoide zusammensetzt, biete hierfür das Spektrum der medizinischen Forschung. Von dort würde der Abbau von Enzymen gesteuert und eine homöostatische Funktion - die Wiederregulierung eine Zelle vor eine Störung - könne ermöglicht werden. Ebenso würden Neurotransmitter im Gehrin durch das Cannabinoidsystem kontrolliert, was man als retrograde Signalgebung bezeichne.
Um die biologischen Prozesse der Behandlung auf die jeweiligen Leiden zu verdeutlichen, gaben grafische Darstellungen Auskunft über Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen der Cannabinoidmedikamente während ihrer unterschiedlichen Anwendungen.
Dem Vortrag folgte eine Diskussionsrunde, in der Dr. med. Franjo Grotenhermen allen Anwesenden Frage und Antwort stand und die mögliche Herangehensweise der problematischen Verordnungsmöglichkeiten verdeutlichte.
Dazu wagte er einen Blick in die Zukunft, in dem er die Genehmigung zweier neuer Medikamente in Europa voraussagte, von dem eines wohl als Spray für den Mund veröffentlicht werde.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Cannabis Science Inc. ernennt drei weitere ausgezeichnete Ärzte als Mitglieder in ihren wissenschaftlichen Beirat


Dabei handelt es sich um Dr. Ben Johnson, Dr. Alan Shackleford und Dr. William Courtney
30. November 2009, Cannabis Science Inc. (NASD OTCBB: CBIS) ein aufstrebendes pharmazeutisches Cannabis-Unternehmen ist geehrt, bekannt geben zu dürfen, dass Dr. Ben Johnson, Dr. Allan Shackleford und Dr. William Courtney die Mitgliedschaft in dem kürzlich gegründeten wissenschaftlichen Beirat zugestimmt haben. Die Bildung des wissenschaftlichen Beirats begann am 6. August 2009, mit der Ernennung von Dr. Mitch Earlywine pH D. als erstes Mitglied und der Ernennung von Dr. Ritchard L. Fishman M.D. am 18. August 2008. Angesichts der Unterstützung von mehreren prominenten Wissenschaftlern und Ärzten mit ihrem Wissen, können die in den Unternehmens-Mittelpunkt gerückten klinischen Tests und Produktentwicklungen forciert werden. Auch das Verfahren für die Einreichung der Produkte bei der FDA (Food and Drug Administration, US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit) wird dadurch beschleunigt.

Dr. Ben Johnson ist ein Ergänzungs- und Alternativmediziner. Er absolvierte sein Medizinstudium an der University of Health Sciences in Kansas City. Er ist M.D. (Doctor of Medicine) mit Schwerpunkt Osteopathie. Er war Gründer und Leiter der Immune Recovery-Klinik in Atlanta, Georgia. Nach mehreren Jahren trat er zurück, um sich ganz auf die Behandlung des Lou-Gehrig-Syndroms (Amyotrophische Lateralsklerose) unter der er auch leidet, zu konzentrieren. Dr. Johnson diente den US-Streitkräften während des Vietnam-Krieges. Darüber hinaus war er Fliegerarzt in die Armee-Reserve für viele Jahre. Er war ein Senior Aviation Medical Examiner für die FAA für 12 Jahren.

Derzeit ist Dr. Johnson Eigentümer von Dr. Ben Johnson Services, LLC, ein Unternehmen, welches Produkte vertreibt, die das natürliche Gesundheitswesen unterstützen. Er berät regelmäßig Patienten und Fachleute aus dem Gesundheitswesen aus der ganzen Welt. Seine Schwerpunkt-Kompetenz liegt im Bereich der Onkologie.

Dr. Alan Shackleford, ein Arzt aus Denver ist Absolvent der Universität Heidelberg (Medizinstudium). Er hat ein umfangreiches Wissen in der klinischen Medizin, Ernährung, Stoffwechsel-Analyse, und chirurgische Mikrogefäßtechniken sowie Stress-Management-Techniken zur Behandlung von Fettleibigkeit und Angst. Abgesehen von seiner klinischen Arbeit war er auch als Kursleiter in Deutsch und in Genetik an der Universität Maryland beschäftigt. Er war Dozent für Verhaltensmedizin in der klinischen Ausbildung an der medizinischen Schule von Harvard.

Dr. William L. Courtney hat eine umfassende medizinische Ausbildung, die mit einen Bachelor Of Science in der Mikrobiologie an der University of Michigan begann. Er erhielt seinen Doktor der Medizin von der Wayne State University und interniert am California Pacific Medical Center. Er erwarb einen weiteren Doktor in forensische Untersuchung und forensische Medizin. Dr. Courtney ist Mitglied der International Cannabinoid Research Society und der International Association von Cannabis as Medicine und der Society of Clinical Cannabis. Dr. Courtney hält auch Continuing Medical Education (CME) Kurse im Umgang mit klinischem Cannabis. Er leitete auch die zweite internationale CB2-Konferenz in Ft. Bragg, Kalifornien. Er arbeitet auch mit Praxen zusammen, die daran interessiert sind, medizinischen Marihuana an Patienten zu verabreichen.

Dr. Robert Melamede, Ph. D., Präsident CEO der Cannabis Science Inc. sagte, Wir haben uns enorm über die sehr positiven Reaktionen über unsere Unternehmens-Pläne, durch diejenigen, die mit der Notwendigkeit medizinischer Cannabisprodukte am meisten vertraut sind, gefreut. Die Tatsache, dass so viele bekannte Fachleute und Experten die Bedeutung von dem was wir tun verstehen und unsere Bemühungen unterstützen, zeigt dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind dabei ein sehr starkes Team aufzustellen und mit ihrer Hilfe werden wir die revolutionäre Macht des Kapitalismus mit dem Aktivismus erfolgreich vermischen, der die Gesellschaft vorwärts treibt.

Weitere Informationen über Cannabis Science, Inc.

Cannabis Science Inc. ist an der Front der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Marijuana. Die Firma arbeitet weltweit zusammen mit Autoritäten der Phytocannabinoid-Wissenschaft, dabei auf kritische Krankheiten zielend, und verwendet wissenschaftliche Methoden, um pharmazeutische Produkte auf Phytocannabinoid-Basis zu entwickeln, produzieren und zu kommerzialisieren. Kurz gesagt, widmen wir uns der Kreation von Arzneien auf Cannabis-Basis, mit oder ohne psychoaktive Wirkung, um Krankheiten und Symptome von Krankheiten zu behandeln, und der allgemeinen Gesunderhaltung.

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne von Abschnitt 27A des Wertpapiergesetzes von 1933 und Abschnitt 21E des Securities Act von 1934. Jede Aussage in dieser Pressemitteilung mit Worten wie z. B. rechnen, beabsichtigen, glauben, planen, schätzen, erwarten, oder ähnliche Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen in den in die Zukunft gerichtete Aussagen abweichen. Neben der Entwicklung der globalen Wirtschaft, der Auswirkungen des Wettbewerbs, ist das Unternehmen abhängig von den bevorstehenden Regelungen hinsichtlich der Verwendung und Entwicklung von auf Cannabis basierenden Medikamenten. Cannabis Science ist nicht verpflichtet diese in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren.


Kontakt:
Cannabis Science Inc.
E-Mail: infocannabisscience.com
www.canabisscience.com

Dyckmans im Interview


Nachdem die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, bereits auf abgeordnetenwatch.de mit Fragen (vor allem zu Cannabis) bombardiert wird, hat sie kürzlich ein Redakteur der Kölnischen Rundschau interviewt. Darin spricht sie über den Kampf gegen Alkoholexzesse bei Jugendlichen, Werbeverbote, die Verantwortung von Lehrern und Eltern, Nichtraucherschutz, Methadon-Programme zur Substituierung von Heroin und öffentliche Drogenräume. Auf die Frage, ob es liberale Regeln im Umgang mit Haschisch geben sollte, antwortet sie: „Nein, das sehe ich nicht. Nur in einem Punkt muss man genauer hinsehen: Bei der Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken sollten wir weiter voran kommen. Das nehmen wir in Angriff.“

on3 SüdWild diskutiert über die Legalisierung von Cannabis



Therapie mit Cannabis: Die Front der Gegner bröckelt

Franjo Grotenhermen von der "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" bekommt täglich Hilferufe von Patienten, die mehr über die Cannabis-Therapie wissen wollen. Eine Heilung verspricht die Methode nicht.

Doch nach den Erfahrungen des Mediziners aus Rüthen (NRW) lindert Cannabis bei vielen schweren und meist unheilbaren Krankheiten wie Krebs, Aids, MS einen Teil der Beschwerden.

Dazu zählen Schmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder Depressionen. "Das muss man nicht erleiden", sagt Grotenhermen. "Schmerzen werden erträglicher, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen gehören bei vielen der Vergangenheit an. Und auch die depressive Stimmung vieler Kranker wird deutlich aufgehellt."

Das bestätigt Joachim Nadstawek vom Berufsverband der Schmerztherapeuten. "MS- und Tumor-Patienten gewinnen Lebensqualität." Aber noch ist Cannabis als Arznei die Ausnahme: In Deutschland gibt es nach Auskunft der Bonner Bundesopiumstelle lediglich 30 Patienten, die Cannabis-Blüten oder Extrakt zur Behandlung nutzen dürfen, die Zahl der Anträge habe aber deutlich zugenommen.

Grundsätzlich sind Medikamente mit Cannabis-Bestandteilen als "nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel" verboten. Es gebe aber viele subjektive Berichte von Patienten, denen Cannabis helfe, bestätigt Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Medizin aus Hanfextrakt werde noch als Droge verteufelt, aber das scheint langsam aufzuweichen, sagt Grotenhermen: "Die Bundesopiumstelle hat die Hürde für eine Medikation mit Cannabis-Medikamenten deutlich abgebaut." Seit Kurzem würden Ärzte nicht mehr durch die Forderung nach einem Gutachten abgeschreckt, eine Cannabis-Therapie für ihre Patienten zu beantragen. "Jetzt wird nur noch ein normaler Arztbericht erwartet."

Zudem gebe es Ärzte, die eine Verschreibung des synthetisch hergestellten und erlaubten Cannabiswirkstoffs Dronabinol grundsätzlich ablehnen, bemängelt Grotenhermen. "Die Kassen erstatten die Kosten nicht", sagte er. Im Schnitt müssten Patienten 400 Euro im Monat für Dronabinol zahlen, falls ihr Arzt den Wirkstoff verschreibe. Deshalb versuchten Patienten, eine Ausnahme-Genehmigung für preiswerteren Cannabis zu bekommen. "In Sachen Cannabis wird sich was tun", meint Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle. Es gebe mehrere Medikamente, für die eine Kassenzulassung beantragt werden soll.