Mittwoch, 16. Dezember 2009

Cannabis als Heilmittel legalisieren

Der Konsum von Cannabis bleibt in der Schweiz verboten. Mit einer Ausnahme: Vom Arzt verschrieben und als Medikament eingesetzt soll Cannabis legal werden. Dies hat der Nationalrat beschlossen.

Video

Montag, 14. Dezember 2009

Auch Washington ist auf dem Weg Medizinisches Marihuana als 15.Bundestand zu erlauben


Im Jahr 1998 genehmigten die Wähler in Washington ein Referendum, dass den Besitz und die Nutzung von medizinischen Cannabis erlauben würde. Doch die Republikaner stellten sich quer. Nun sieht es so aus, dass ein neuer Gesetzesentwurf in der amerikanischen Hauptstadt dafür sorgen könnte, dass Washington bald der 15. Staat wird, in dem der Besitz und die Verwendung von medizinischem Cannabis erlaubt ist. Die Vereinbarung der Konferenz muss noch vom Repräsentantenhaus und dem Senat verabschiedet werden. Eleanor Holmes Norton, seit 1991 als offizielle Delegierte des District of Columbia Mitglied des Repräsantenhauses, sagte bereits, dass „dies ein grosser Erfolg für DC ist.“

Medical Marijuana on the Way in D.C.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Cannabis bessert Muskelkrämpfe bei Multipler Sklerose


Cannabisprodukte können bei Patienten mit Multipler Sklerose
(MS) die Beweglichkeit bessern. Dies zeigt eine Analyse von sechs Studien, in denen Patienten entweder ein Hanfpräparat einnahmen oder ein Scheinmedikament. In fünf der Untersuchungen linderte Cannabis Muskelspasmen besser als das Placebo.

Andere Therapien gegen Muskelspannung und -krämpfe seien kaum wirksam oder aber mit schweren Nebenwirkungen verbunden, betonen die Mitarbeiter der Stiftung Global Neuroscience Initiative in Los Angeles im Fachblatt «BMC Neurology». In den Studien hingen die psychischen Nebenwirkungen des Marihuana-Wirkstoffs vor allem von der erforderlichen Dosis ab. Die Forscher betonen aber, dass auch Teilnehmer aus den Placebogruppen über psychische Begleiterscheinungen berichteten. Sie raten, dem therapeutischen Potenzial von Cannabinoiden für Multiple Sklerose mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Quelle: The Associated Press

Freitag, 11. Dezember 2009

Cannabis als Medizin wiederentdeckt


Seit Jahrtausenden sind die Wirkstoffe des Hanfs (Cannabis sativa) bekannt. Mit einer Hetzkampagne wurde die Pflanze seit den 1940er Jahren verteufelt. Nun feiert sie ein langsames, aber erfolgreiches Comeback in der Medizin.

Bei der Cultiva-Messe, die vom 27. bis 29. November in Wien über die Bühne geht, werden Neuheiten in der Cannabis-Medizin von Experten der Öffentlichkeit präsentiert.

“Cannabis, das in der Medizin verwendet wird, wird in Glashäusern in Holland kontrolliert angebaut”, so der Allgemeinmediziner Kurt Blaas, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft “Cannabis als Medizin“. Der kontrollierte Anbau gewährleistet eine reine Sorte mit den gleichen Gehalten an Inhaltsstoffen. Dies sei für die medizinische Anwendung wichtig.

Zwei Substanzen Dronabinol und Cannabidiol
“Eine Hanfplanze liefert zwischen 40 und 60 verschiedene Cannabinoide. Zwei der Substanzen, Dronabinol und Cannabidiol, werden in der Medizin angewendet”, so Blaas. Das Dronanbinol – auch Delta-9-THC genannt – ist ein aus der Pflanze
gewonnener Wirkstoff, der sich für verschiedene Leiden anwenden lässt. “Die Substanz wirkt muskelrelaxierend, beruhigend, stimmungsaufhellend, appetitanregend, übelkeitshemmend, schmerzstillend, bronchienerweiternd und augeninnendrucksenkend”, erklärt der Arzt.

“Eine Überdosis ist praktisch ausgeschlossen”, so Blaas. Der klassische Einsatz liege ganz sicher in der Schmerztherapie. Aber auch MS-Patienten bringe es eine Erleichterung, da Dronabinol die Tagesmüdigkeit verringert und gegen Depressionen hilft. “Auch in der Geriatrie hat sich Dronabinol aufgrund der relaxierenden Wirkung bewährt und bringt im Vergleich mit chemischen Keulen zum Ruhigstellen deutliche Vorteile.”

Cannabis-Gebrauch muss von Mediziner kontrolliert werden
Für eine Legalisierung von Cannabis tritt Blaas nicht ein, wohl aber für eine Entkriminalisierung. “Wir wollen das natürliche Cannabis für die medizinische Anwendung fördern, denn dadurch ergibt sich eine breitere Behandlungspalette”, erklärt der Mediziner. Es müsse die therapeutische Sicherheit gewährleistet werden. “Dazu gehört der kontrollierte Anbau, um eine kontinuierliche Qualität zu sichern. Zudem muss die medizinische Anwendung auf alle Fälle von qualifizierten Ärzten kontrolliert werden.”

Einen Freibrief zum Kiffen gibt der Mediziner nicht. “Eine physische Abhängigkeit von Cannabis gebe es zwar nicht, eine psychische jedoch schon. “Ein klassischer Joint liefert zwischen 80 und 150 Milligramm Cannabis, die medizinisch wirksame Dosis liegt hingegen zwischen 7,5 und 30 Milligramm”, erklärt Blaas. Zudem liefere ein Joint 20 mal mehr Ammoniak, drei- bis fünfmal mehr Stickstoffmonoxid und Blausäure als eine Zigarette.

Unbegründete Angst vor Panikattacken durch Überdosis
“Man hört immer wieder, dass Cannabis Angstzustände auslösen kann”, meint der Mediziner. Das treffe bei hoher Dosierung auch wirklich zu. “Wir haben allerdings sehr gute Erfolge bei der Behandlung von Depressionen, Panikreaktionen, Angstattacken und auch bei Burn-Out.” Man könne Cannabis in der richtigen Dosierung als idealen Bio-Tranquillizer ohne Nebenwirkung bezeichnen.

“Wir müssen endlich davon loskommen, beim Stichwort Cannabinoide sofort an Rauschgift zu denken”, bringt der Wiener Schmerzmediziner Hans-Georg Kress vor. “Die Substanzen sind wirksame Arzneimittel für kranke Menschen.”

Die Cannabis-Schule in Detroit


Seit 2008 ist im US-Bundesstaat Michigan der Anbau von Marihuana für medizinische Zwecke legal. Patienten können auch Marihuana kaufen, wenn das benötigte ärztliche Attest vorliegt. Nun bietet Nick Tennant in einer Schule in Detroit einen sechswöchigen Kurs an, in dem der Gartenanbau von Marihuana und auch deren Verwendung gelehrt wird. Den Teilnehmern werden in dem Kurs, der 485 US-Dollar kostet, auch Rezepte für u.a. Cannabis-Schokolade oder für Cannabis-Brownies gezeigt. Das einzige Lehrbuch, dass die Studenten lesen sollen, ist das Züchtungshandbuch „Marijuana Horticulture“ von Jorge Cervantes. „Es gibt eine hohe Arbeitslosigkeitszahl im Michigan. Der Bedarf an Arbeitsstellen ist sehr groß. Die Züchtung von medizinischem Cannabis könnte einen Ausweg bieten, indem hunderte neue Arbeitsstellen geschaffen und Millionen Dollar generiert werden“, sagte Tennant kürzlich in einem Interview mit der New York Times.

At This School, It’s Marijuana in Every Class

Webseite: Med Grow Cannabis College

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Cannabis für Patienten mit Multipler Sklerose


Trotz seiner medizinisch untersuchten Wirkung ist Cannabis noch immer als eine schädliche Droge verschrien.
Dennoch können die Extrakte aus der Pflanze auch heilsam wirken. Vor allem bei Patienten mit Multipler Sklerose kann Cannabis die Spastiken lindern. Dies ergab eine Auswertung von bisherigen Studien. Lange Zeit war Cannabis in der Medizin tabu. Erst nach und nach führte die Wissenschaft das Rauschmittel in die Medizin ein. Cannabis bekämpft zum Beispiel Übelkeit bei Krebspatienten aber auch bei der therapeutischen Behandlung von MS-Patienten zeigen wichtige Extrakte der Pflanze eine positive Wirkung. Dennoch werden weiterhin Studien durchgeführt, bei welchen die muskelentspannende Wirkung bei Patienten mit Multipler Sklerose auch wirklich langfristig anschlägt. Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft meist in Schüben, bei welchen dann die Patienten unter sogenannten Spastiken leiden. Hierbei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sind.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Neu Studie:Cannabis hilft bei Multipler Sklerose


Die Global Neuroscience Initiative Foundation, Los Angeles, genauer gesagt, die Forscher Shaheen E Lakhan und Marie Rowland haben eine Studie veröffentlicht, die die Wirkung von Marihuana auf Multiple Sklerose untersucht. Genauer verglichen Sie sechs andere Studien im Hinblicka uf die Auswirkungen von Marihauana auf die Symptome der Multiple Sklerose.

Dabei kam heraus, dass die durch MS hervorgerufenen Spastiken durch geregelten Konsum von Marihuana zurückgingen und die Ausweitungen nicht mehr so extrem sind.

Unter anderem kamen die Forscher zu dem Schluss:

"We found evidence that combined THC and CBD extracts may provide therapeutic benefit for MS spasticity symptoms. Although some objective measures of spasticity noted improvement trends, there were no changes found to be significant in post-treatment assessments. However, subjective assessment of symptom relief did often show significant improvement post-treatment. Differences in assessment measures, reports of adverse events, and dosage levels are discussed."

Mal wieder zeigt sich, dass Marihuana in der Medizin ein kraftvolles und hochpotentes Medikament ist, und auch bei Krankheiten zur Linderung führen kann, bei denen die moderne Medizin relativ machtlos ist!

PDF
Mehr zur Studie!

Montag, 7. Dezember 2009

Mit Haschisch gegen Spastiken

Cannabis kann Bewegungsstörungen bei Multipler Sklerose lindern!
Ein Cannabis-Extrakt kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Das haben US-Wissenschaftler herausgefunden, als sie die Ergebnisse von sechs früheren Studien erneut auswerteten, die diesen Zusammenhang überprüft hatten. Das Ergebnis: Fünf der sechs untersuchten Arbeiten kamen zu dem Ergebnis, dass die im Cannabis enthaltenden Wirkstoffe positive Effekte bei Patienten mit MS haben, zum Teil allerdings erhebliche Nebenwirkungen hervorrufen.


Die Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft in Schüben, bei denen die Patienten häufig unter Spastiken leiden. Dabei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Bisherige Therapien und Medikamente sind häufig nur bedingt effektiv und mit starken Nebenwirkungen verbunden. Bereits seit längerem wird in diesem Zusammenhang jedoch über die muskelentspannende Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) diskutiert. Die beiden Substanzen sind Bestandteile der weiblichen Hanfpflanzen, dem sogenannten Cannabis, und verursachen unter anderem die berauschende Wirkung der Droge.

Um zu prüfen, ob die muskelentspannenden Effekte MS-Patienten zugute kommen könnten, entschieden sich die Wissenschaftler für eine erneute Auswertung bereits zum Thema veröffentlichter Studien. Sie nutzten dafür öffentlich zugängliche Datenbanken und fanden insgesamt 38 Arbeiten, die eine Wirkung von THC und CBD bei Multipler Sklerose untersucht hatten. Sie wählten für ihre Analyse allerdings nicht alle Untersuchungen aus, sondern nur klinische Kurzzeitstudien, bei denen zusätzlich zur Untersuchungsgruppe auch eine Referenzgruppe beobachtet wurde, die lediglich wirkstofffreie Placebos erhalten hatte. An den sechs Studien, die das Forscherteam schlussendlich analysierte, hatten insgesamt 481 MS-Patienten teilgenommen, und sie waren zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden. In fünf Studien verbesserte sich durch die Cannabinoide THC und CBD die Beweglichkeit der Patienten.

"Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden bei der Behandlung von MS ist umfangreich und sollte große Aufmerksamkeit finden", berichtet Shaheen Lakhan, einer der beteiligten Forscher, über die Ergebnisse. Er fordert, trotz zum Teil erheblicher Nebenwirkungen der Behandlung wie beispielsweise Rauschzustände, die positiven Effekte von Cannabis und seinen Inhaltsstoffen weiter zu untersuchen. In Deutschland sind natürliche Cannabisprodukte illegal, dennoch ist es möglich, THC unter dem internationalen Freinamen Dronabinol auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben zu bekommen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Mediziner machen sich für Cannabis-Therapie stark

Cannabis auf Rezept? Es gibt Ärzte, die sich dafür einsetzen, dass die Droge zur Behandlung Schwerkranker zugelassen wird. Mithilfe von Cannabis sollen Schmerzen gelindert, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen bekämpft werden.
Gleich vorweg: Eine Heilung verspricht die Cannabis-Therapie nicht. Doch Cannabis kann bei schweren Krankheiten wie Krebs, Aids oder Multipler Sklerose (MS) die Beschwerden deutlich lindern. "Schmerzen werden erträglicher, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen gehören bei vielen der Vergangenheit an. Auch die depressive Stimmung vieler Kranker wird deutlich aufgehellt." So schildert Franjo Grotenhermen von der "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" die Vorzüge der Behandlung. Das bestätigt Joachim Nadstawek vom Berufsverband der Schmerztherapeuten. "MS- und Tumor- Patienten profitieren deutlich davon und gewinnen mehr Lebensqualität."

Noch ist Cannabis im Medizinschrank die Ausnahme: In Deutschland gibt es lediglich 30 Patienten, die Cannabis-Blüten oder Extrakt zur Behandlung nutzen dürfen, berichtet die Bonner Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Zahl der Anträge habe aber deutlich zugenommen. Grundsätzlich sind Medikamente mit Cannabis-Bestandteilen als "nicht-verschreibungsfähige Betäubungsmittel" verboten. Es gebe aber viele subjektive Berichte von Patienten, denen Cannabis helfe, bestätigt Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle.

Die Bundesopiumstelle habe die Hürde für eine Medikation mit Cannabis-Medikamenten deutlich abgebaut, sagt Grotenhermen. Bis vor kurzem mussten Ärzte seiner Auskunft zufolge ein Gutachten vorlegen, wenn sie die Therapie verordnen wollten. Jetzt werde nur noch ein normaler Arztbericht erwartet.

Doch viele Ärzte wüssten nichts von der Möglichkeit, ihren Patienten mit Cannabis zu helfen, sagt Schmerztherapeut Nadstawek. "Die denken sofort an Drogensüchtige." Grotenhermen bemängelt, dass viele Ärzte es ablehnen, den synthetisch hergestellten und erlaubten Cannabiswirkstoff Dronabinol zu verschreiben. Allerdings erstatten viele Krankenkassen die Kosten für das Mittel nicht. Durchschnittlich muss ein Patient dann 400 Euro im Monat für Dronabinol zahlen.

Die Lebensqualität in der letzten Phase verbessern
"In Sachen Cannabis wird sich etwas tun", vermutet Schinkel von der Bundesopiumstelle. Es gebe mehrere Medikamente, für die eine Kassenzulassung beantragt werden soll. Laut Schmerztherapeut Nadstawek gibt es bei MS- und Tumorerkrankungen bereits eindeutige Studien. Cannabis-Präparate seien eine Alternative zu anderen starken Schmerzmitteln, die zum Teil schwere Nebenwirkungen haben.

Die von der Politik angeführte Suchtgefahr hält Nadstawek für nebensächlich. "Bei Tumorpatienten geht es darum, die Lebensqualität in der letzten Phase zu verbessern", sagt er. Zudem hätten die derzeit genutzten Opiate auch ein erhebliches Suchtpotenzial. Außerdem bricht der Schmerztherapeut eine andere Lanze für die Cannabis-Medizin: "Die Kassen würden sparen, weil man zum Teil auf teure Opiate und Medikamente zur Behandlung der Nebenwirkungen verzichten kann."


Grotenhermen nennt zudem eine aktuelle Studie, bei der Patienten mit Multipler Sklerose entweder ein Cannabis-Präparat oder ein Scheinmedikament (Placebo) erhielten: 30 Prozent der Patienten fühlten sich mit Cannabis besser. In der Kontrollgruppe waren es nur 15 Prozent. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sieht den Einsatz von Cannabis-Produkten jedoch kritisch. Der Cannabis-Einsatz sei nur im Einzelfall "nach Versagen zugelassener Medikamente und anderer denkbar wirksamer Arzneimittel" vertretbar. Zur aktuellen Studie gibt es noch keine Stellungnahme der DMSG.

Samstag, 5. Dezember 2009

Cannabis hilft bei Multiple Sklerose


US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Cannabis-Extrakt offenbar die Spastiken von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) lindern und somit die Bewegungsfähigkeit der Patienten verbessern kann. Bei der erneuten Auswertung von sechs entsprechenden Studien kam heraus, dass fünf Studien den eben geschilderten Effekt nachweisen konnten. Nachteil: Die Wirkstoffe des Cannabis, die diese positive Wirkung erzielen, verursachen gleichzeitig erhebliche Nebenwirkungen.

An den untersuchten Studien, die zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden waren, nahmen insgesamt 481 MS-Patienten teil. Ihre Ergebnisse wurden in jeder Studie mit denen einer Referenzgruppe verglichen, welche Placebos ohne Wirkstoffe erhielt.

Die beiden Wissenschaftler Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles schließen aus ihren Ergebnissen, dass Cannabinoide ein umfangreiches therapeutisches Potenzial für die Behandlung von MS haben und deshalb berücksichtigt werden sollten. Hierfür seien weitere Untersuchungen notwendig, auch wenn teilweise von schweren Nebenwirkungen berichtet wurde. Diese Nebenwirkungen wurden jedoch offenbar auch bei den Patienten mit Placebo-Einnahme beobachtet.

Das Potenzial von Cannabinoiden

US-Forscherinnen: Umfangreiches therapeutisches Potenzial - Einsatz bei Multipler Sklerose empfohlen
New York - Die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze hat neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung, hatte eine italienische Studie ergeben. Eine weitere Bestätigung für den Einsatz von Wirkstoffen der Pflanze kommt nun aus den USA: Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien ausgewertet. Demnach können Extrakte der Cannabispflanze die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Eine bestimmte Kombination der Extrakte reduziere spastische Muskelbewegungen und verbessere die Mobilität der Patienten. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin "BMC Neurology".

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Cannabis-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscherinnen.

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Cannabis-Inhaltsstoff verhindert Krebsausbreitung

Wirkstoff hemmt laut Studie gewebezersetzende Enzyme - Arbeiten zur Antikrebswirkung noch in experimentellem Stadium

Rostock - Ein bestimmter Inhaltsstoff der Cannabis-Pflanze hemmt einer Laborstudie der Universität Rostock zufolge die Ausbreitung von Krebs im Körper. Die Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz wiesen in Zellkulturen nach, dass der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol die Auswanderung von Tumorzellen in umliegendes Gewebe bremst.

Im Körper können durch diese Auswanderung Metastasen entstehen. Ermöglicht wird die Wanderung durch gewebezersetzende Enzyme, die von den Krebszellen produziert werden. Der Cannabis-Wirkstoff lässt die Zellen einen Hemmstoff gegen diese Enzyme bilden.

Mögliche zusätzliche Therapie
Nach Angaben von Hinz, Leiter des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie, sind die Arbeiten zur Antikrebswirkung noch in einem frühen, experimentellen Stadium. Die bisherigen Befunde ließen jedoch darauf hoffen, dass Cannabinoide in Zukunft eine zusätzliche Krebstherapie darstellen könnten, die mit weniger Nebenwirkungen als die in der herkömmlichen Chemotherapie verwendeten Medikamente auskomme. Die Resultate sind im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlicht.

Cannabinoide werden schon seit Anfang der 90er Jahre intensiv auf ihre medizinische Wirkung untersucht. Sie werden unter anderem bei der Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit während einer Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt. Tierversuche und Zellkulturexperimente weisen nach Angaben der Hochschule darauf hin, dass Cannabinoide auch in der Lage sind, Krebszellen an der Teilung zu hindern und sogar zu töten und so das Wachstum von Tumoren bremsen können.

Freitag, 4. Dezember 2009

PRESSEMITTEILUNG/penstox.de: Cannabis Science Inc. berichtet über Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, Schuldentilgung, das große Vertrauen in Dr. Mela


Dies ist eine Mitteilung von penstox.de. Für den Inhalt ist ausschließlich der Emittent verantwortlich.

2. Dezember 2009, Cannabis Science Inc. (NASD OTCBB: CBIS), ein aufstrebendes pharmazeutisches Cannabis Unternehmen, meldete heute, dass es ausstehende Rechtsstreitigkeiten mit K & D Equity Investments, Inc. und South Beach Live, Inc., beigelegt hat, und Vereinbarungen mit ihren größten Gläubigern getroffen hat, die bestehenden Schulden in Aktien umzuwandeln.

Richard Cowan, CFO von Cannabis Science Inc., erklärt, "Die Beilegung der Gerichtsverfahren mit K & D und South Beach entlastet unser Management-Team. Wir konzentrieren und jetzt auf unsere Tests und unsere neuen OTC-Produkte. Das wichtigste ist, die Schuldentilgung verbessert unsere Bilanz erheblich und gibt uns der Fähigkeit, unsere Produkteinführungen zu forcieren. Ich glaube, dass dieses Entgegenkommen auch ein Vertrauensvotum in Dr. Melamede und eine Anerkennung des riesigen Potenzials unseres Unternehmens ist."

Die Abkommen besagt, dass 3.680,000 Stammaktien zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten an K & D und South Beach ausgegeben werden. Die Rechtsstreitigkeiten betrafen Bestimmungen des ursprünglichen Abkommens über den Erwerb des Anlagevermögens zwischen K & D und Cannex Thereapeutics, sowie die Schulden an South Beach Live Inc., die durch den Betrieb der Gesellschaft entstanden sind. Cowan erklärt, "Es ist sehr positiv, dass es unserem Unternehmen mit dieser Abmachung gelingt fast 900,000 $ Schulden zu löschen. Das sind mehr als die Hälfte der gegenwärtigen Verbindlichkeiten unseres Unternehmens."

Dr. Robert Melamede, CEO und Präsident, fügt hinzu, „Wir sind erfreut, diese Rechtsstreitigkeiten hinter uns zuhaben. Abgesehen von den Finanzierungsoptionen, die sich jetzt wieder eröffnen, hab ich und unser Beirat nun wieder die Möglichkeit, uns auf die Wissenschaft von Cannabis und die Entwicklung von Produkten zu konzentrieren. Dies ist eine großartige Zeit für die Cannabis Wissenschaft, im Allgemeinen und im Besonderen für unser Unternehmen. "

Weitere Informationen über Cannabis Science, Inc.

Cannabis Science Inc. ist an der Front der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Marijuana. Die Firma arbeitet weltweit zusammen mit Autoritäten der Phytocannabinoid-Wissenschaft, dabei auf kritische Krankheiten zielend, und verwendet wissenschaftliche Methoden, um pharmazeutische Produkte auf Phytocannabinoid-Basis zu entwickeln, produzieren und zu kommerzialisieren. Kurz gesagt, widmen wir uns der Kreation von Arzneien auf Cannabis-Basis, mit oder ohne psychoaktive Wirkung, um Krankheiten und Symptome von Krankheiten zu behandeln, und der allgemeinen Gesunderhaltung.

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne von Abschnitt 27A des Wertpapiergesetzes von 1933 und Abschnitt 21E des Securities Act von 1934. Jede Aussage in dieser Pressemitteilung mit Worten wie z. B. "rechnen", "beabsichtigen", "glauben", "planen", "schätzen", "erwarten", oder ähnliche Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen in den in die Zukunft gerichtete Aussagen abweichen. Neben der Entwicklung der globalen Wirtschaft, der Auswirkungen des Wettbewerbs, ist das Unternehmen abhängig von den bevorstehenden Regelungen hinsichtlich der Verwendung und Entwicklung von auf Cannabis basierenden Medikamenten. Cannabis Science ist nicht verpflichtet diese in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Kontakt:

Cannabis Science Inc.

E-Mail: info@cannabisscience.com

www.canabisscience.com

Für die Richtigkeit der Übersetzung wird keine Haftung übernommen! Bitte englische Originalmeldung beachten! Mitteilung übermittelt durch penstox.de. Für den Inhalt ist der Aussender verantwortlich.

Kostenloser Abdruck mit Quellenangabe erlaubt

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2009 09:24 ET (14:24 GMT)

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Haschisch hilft bei Multipler Sklerose

Fachmagazin: "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich".

Extrakte der Cannabispflanze können einer neuen US-Analyse zufolge die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Die Auswertung mehrere Studien habe ergeben, dass eine bestimmte Kombination der Extrakte spastische Muskelbewegungen reduziere und die Mobilität der Patienten verbessere, berichten Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin BMC Neurology.

Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen
Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Hasch-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscher.

Multiple Sklerose: Cannabis lindert Spastiken

London (ddp). Ein Cannabis-Extrakt kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Das haben US-Wissenschaftler herausgefunden, als sie die Ergebnisse von sechs früheren Studien erneut auswerteten, die diesen Zusammenhang überprüft hatten. Das Ergebnis: Fünf der sechs untersuchten Arbeiten kamen zu dem Ergebnis, dass die im Cannabis enthaltenden Wirkstoffe positive Effekte bei Patienten mit MS haben, zum Teil allerdings erhebliche Nebenwirkungen hervorrufen. Die Wissenschaftler Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles veröffentlichen ihre Studie in der Fachzeitschrift «BMC Neurology» (Bd. 9, S. 59).

Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie verläuft in Schüben, bei denen die Patienten häufig unter Spastiken leiden. Dabei ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen, so dass die Patienten in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Bisherige Therapien und Medikamente sind häufig nur bedingt effektiv und mit starken Nebenwirkungen verbunden. Bereits seit längerem wird in diesem Zusammenhang jedoch über die muskelentspannende Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) diskutiert. Die beiden Substanzen sind Bestandteile der weiblichen Hanfpflanzen, dem sogenannten Cannabis, und verursachen unter anderem die berauschende Wirkung der Droge.

Um zu prüfen, ob die muskelentspannenden Effekte MS-Patienten zugute kommen könnten, entschieden sich die Wissenschaftler für eine erneute Auswertung von bereits zum Thema veröffentlichten Studien. Sie nutzten dafür öffentlich zugängliche Datenbanken und fanden insgesamt 38 Arbeiten, die eine Wirkung von THC und CBD bei Multipler Sklerose untersucht hatten. Sie wählten für ihre Analyse allerdings nicht alle Untersuchungen aus, sondern nur klinische Kurzzeitstudien, bei denen zusätzlich zur Untersuchungsgruppe auch eine Referenzgruppe beobachtet worden war, die lediglich wirkstofffreie Placebos erhalten hatte. An den sechs Studien, die das Forscherteam schlussendlich analysierte, hatten insgesamt 481 MS-Patienten teilgenommen und sie waren zwischen 2002 und 2007 veröffentlicht worden. In fünf Studien verbesserte sich durch die Cannabinoide THC und CBD die Beweglichkeit der Patienten.

«Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden bei der Behandlung von MS ist umfangreich und sollte große Aufmerksamkeit finden», berichtet Lakhan über die Ergebnisse. Er fordert, trotz zum Teil erheblicher Nebenwirkungen der Behandlung wie beispielsweise Rauschzuständen, die positiven Effekte von Cannabis und seinen Inhaltsstoffen weiter zu untersuchen. In Deutschland sind natürliche Cannabisprodukte illegal, dennoch ist es möglich, THC unter dem internationalen Freinamen Dronabinol auf einem Betäubungsmittelrezept

Cannabinoide in der Palliativmedizin täglich in Anwendung

Lange Zeit wurde primär die appetitanregende und brechreizlindernde Wirkung genutzt - jedoch wesentlich breiteres Wirkspektrum von THC

Wien - Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), der Haupt-Wirkstoff der Hanfpflanze, wird in der Schmerz- und Palliativmedizin immer mehr zu einer gesicherten Behandlungsoption und bewährt sich auch als Zusatz zu herkömmlichen Therapien. Vor allem in der Palliativmedizin - also in der Betreuung unheilbar Kranker - sind Cannabinoide bereits täglich in Anwendung, erklärte jetzt Hans-Georg Kress, Leiter der Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien (AKH), anlässlich der 8. Österreichischen Schmerzwochen.

Dronabinol
Therapeutisch eingesetzt wird vor allem der Wirkstoff Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), der durch einen chemischen Umwandlungsprozess aus Industriehanf gewonnen werden kann und in Österreich allen Apotheken unter dem internationalen Freinamen Dronabinol zur Verfügung steht. "Lange Zeit wurde primär die appetitanregende und brechreizlindernde Wirkung von THC bzw. Dronabinol wissenschaftlich erforscht und in der Therapie genutzt, vor allem bei Krebspatienten gegen Chemotherapie-bedingte Übelkeit und Erbrechen, und bei Krebs- und HIV-Patienten gegen Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit", so Kress.

Breites Wirkspektrum
Neue Untersuchungen legen ein wesentlich breiteres Wirkspektrum von THC vor allem bei bestimmten Neuropathien (Nervenschmerzen) nahe, die mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten vielfach nicht ausreichend behandelt werden können. Der Anästhesiologe: "Aktuelle Studien zeigen, dass THC auch bei zentralen neuropathischen Schmerzsyndromen wie bei Multipler Sklerose, dem Querschnittsyndrom und spastischen Schmerzen wirksam ist, und es gibt vielversprechende Hinweise auf ein Potenzial in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Bei Krebs- oder HIV-Patienten steigert die psychotrope, distanzierende Wirkung außerdem zusätzlich die Lebensqualität."

Vorteile
Erwünschte Synergien bei der Schmerzlinderung entfaltet THC in Kombination mit Opioid-Schmerzmitteln. Außerdem fehlen THC mögliche unerwünschte Wirkungen der Opioide: "THC bewirkt auch bei Überdosierung keine Atemdepression, und die Abwehrfunktion bestimmter Zellen (neutrophile Granulozyten, Anm.) gegen infektiöse Keime, die durch Morphin gehemmt wird, wird durch THC gesteigert. Bei geschwächtem Immunsystem ist das ein großer Vorteil."

In vielen Ländern sind pflanzliche Cannabinoide wie Dronabinol (THC) und auch die synthetischen Analoga von THC verschreibbar. Das aus Pflanzen gewonnene THC (Dronabinol) als Rezeptur-Arzneimittel bzw. vollsynthetisch hergestelltes THC (von der FDA in USA seit mehr als einem Jahrzehnt als Arzneispezialität zugelassen) sind in Deutschland und Österreich auf Betäubungsmittel- bzw. Suchtmittelrezept ärztlich rezeptierbar.

Therapiekosten
"Anders als in Deutschland werden in Österreich die Kosten für die magistrale Zubereitung von Dronabinolkapseln in der Regel von den Krankenkassen bei Tumorkranken, in ärztlich begründeten Fällen auch bei Multipler Sklerose und anderen chronischen Schmerzzuständen übernommen", so Kress. Die EU-Zulassung von Dronabinolkapseln als Fertigarzneimittel aus Drogenhanf wird für 2009 oder 2010 erwartet, was die Therapiekosten weiter senken dürfte.

Keine Notwendigkeit sieht Kress für die Freigabe der Selbstversorgung mit Cannabis, da dieses letztlich immer aus illegalen Quellen stamme. Selbst eine - bisher nicht erlaubte - eventuell straffrei gestellte medizinische Nutzung von kleinen Mengen von Marihuana oder von Drogenhanfsamen zum strafrechtlich tolerierten Selbstanbau würde unbescholtene Bürger in das Schwarzmarktmilieu drängen und andererseits die Betroffenen durch zum Teil extrem mangelhafte Qualität dieser Produkte zusätzlich gefährden. (APA)

Cannabis wirkt regenerativ auf Nervenzellen

Hanfpflanze hat neben berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung
Rom - Wissenschaftler der italienischen Klinikanstalt Irccs Fondazione Santa Lucia haben nachgewiesen, dass die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung hat. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, Neuropathologien wie Multiple Sklerose, Schädeltraumata und Rückenmarksverletzungen erfolgreich zu behandeln.

Schmerzhemmend und neuroprotektiv
"Außer dem für seine schmerzhemmende Funktion bekannten Cannabinoidrezeptor 1 gibt es einen weiteren, mit neuroprotektiven Eigenschaften ausgestatteten Cannabinoidrezeptor 2", erläuterte der Wissenschaftler Marco Molinari. Der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol stimuliere den Rezeptor und veranlasse ihn, die degenerativen Vorgänge in den Neuronen zu stoppen. "Es scheint gleichsam, als ob die bei einem Gehirntrauma geschädigten Nervenzellen eine neue Brücke zur Substanzaufnahme einrichten und sich dadurch weitgehend regenerieren können", so Molinari.

Entwicklung Cannabis-haltiger Pharmazeutika
In einer zweiten Forschungsstufe gehe es jetzt darum, Cannabis-haltige Pharmazeutika mit neuroprotektiven Funktionen zu entwickeln. Die Untersuchung des römischen Forscherteams war in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität von Teramo durchgeführt worden. Einzelheiten wurden in der Fachzeitschrift "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Das Potenzial von Cannabinoiden


US-Forscherinnen: Umfangreiches therapeutisches Potenzial - Einsatz bei Multipler Sklerose empfohlen
New York - Die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze hat neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung, hatte eine italienische Studie ergeben. Eine weitere Bestätigung für den Einsatz von Wirkstoffen der Pflanze kommt nun aus den USA: Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien ausgewertet. Demnach können Extrakte der Cannabispflanze die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Eine bestimmte Kombination der Extrakte reduziere spastische Muskelbewegungen und verbessere die Mobilität der Patienten. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin "BMC Neurology".

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Cannabis-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscherinnen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Joints gegen Alkoholsucht

Cannabis sei aufgrund geringer Nebenwirkungen und des niedrigen Suchtpotentials besser geeignet, eine Alkoholentgiftung medikamentös zu unterstützen als herkömmliche verschreibungsfähige Arzneimittel. Die Forscher haben hierzu Patienten von so genanten "Medical Dispensaries" in Berkley/Kalifornien befragt. Vier von zehn Befragten sagten, Hanf helfe ihnen, das Verlangen nach Alkohol zu unterdrücken.
'Großbritannien sei ob seines hohen Alkoholmissbrauchpotentials der ideale Ort, um diese radikale Herangehensweise zu testen', so die kalifornischen Wissenschaftler.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Rausch als Teil des Lebens

Dr. med. Franjo Grotenhermen auf dem 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin vom 06. bis 08. November 2009 in Berlin

Vom 06. bis zum 08. November fand im Ludwig Erhard Haus in Berlin der 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin in Berlin statt. Da auch unser Hausarzt Dr. med. Franjo Grotenhermen einen Vortrag über die medizinische Anwendung von Cannbis hielt, waren wir vor Ort, um uns ein Bild des derzeitigen Wissensstands machen zu können. Dr. med. Grotenhermen ist Mitarbeiter des Nova Institutes in Hürth und Vorsitzender der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM). Dank seiner vieljährigen Beschäftigung mit dem Thema Cannabis als Medizin war es ihm möglich, während seines Vortrags einen Umriss des geschichtlichen Hintergrundes von Cannabis in der Medizin zu den derzeitigen Anwendungsgebieten und Forschungsergebnissen aufzuzeigen.
Dabei bezog er sich auf Untersuchungen an Patienten, die an MS, Tourette, Epilepsie, Alzheimer oder einem postdramatischen Trauma leiden und deren Symptome durch die Verabreichung von Cannabinoiden verbessert werden könne. Das Endocannabinoidsystem des Körpers, das sich aus Cannabinoidrezeptoren und Endocannabinoide zusammensetzt, biete hierfür das Spektrum der medizinischen Forschung. Von dort würde der Abbau von Enzymen gesteuert und eine homöostatische Funktion - die Wiederregulierung eine Zelle vor eine Störung - könne ermöglicht werden. Ebenso würden Neurotransmitter im Gehrin durch das Cannabinoidsystem kontrolliert, was man als retrograde Signalgebung bezeichne.
Um die biologischen Prozesse der Behandlung auf die jeweiligen Leiden zu verdeutlichen, gaben grafische Darstellungen Auskunft über Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen der Cannabinoidmedikamente während ihrer unterschiedlichen Anwendungen.
Dem Vortrag folgte eine Diskussionsrunde, in der Dr. med. Franjo Grotenhermen allen Anwesenden Frage und Antwort stand und die mögliche Herangehensweise der problematischen Verordnungsmöglichkeiten verdeutlichte.
Dazu wagte er einen Blick in die Zukunft, in dem er die Genehmigung zweier neuer Medikamente in Europa voraussagte, von dem eines wohl als Spray für den Mund veröffentlicht werde.